Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Stolpersteine
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Die Stolpersteine sind ein Projekt des KĂŒnstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die (siehe v. a. Artikel Holocaust) in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Tafeln aus Messing mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit manuell mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingefĂŒgten Lettern beschriftet. Sie werden von einem angegossenen BetonwĂŒrfel mit einer KantenlĂ€nge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen.cite-ref-1[1] Sie werden meist vor den letzten frei gewĂ€hlten WohnhĂ€usern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Am 26. Mai 2023 verlegte Demnig in NĂŒrnberg den 100.000. Stolperstein.cite-ref-2[2]

Stolpersteine wurden in Deutschland wie auch in 31 weiteren europĂ€ischen LĂ€ndern verlegt, 2017 wurde eine Stolperschwelle außerhalb Europas verlegt.cite-ref-3[3] Sie gelten als das grĂ¶ĂŸte dezentrale Mahnmal der Welt.cite-ref-faz-12788525-4-0[4]cite-ref-freitag-2020-01-23-5-0[5] Die Marke Stolpersteine ist von Demnig seit 2006 beim Deutschen Patent- und Markenamtcite-ref-6[6] und seit 2013 auf europĂ€ischer Ebene geschĂŒtzt.cite-ref-7[7]

Contents

‱ Intention
‱ Niederlande
‱ Tschechien
‱ Italien
‱ Norwegen
‱ Spanien
‱ Griechenland
‱ Kopfsteine
‱ Kritik
‱ Filme
‱ Musik
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Der Weg zu den Stolpersteinen

Zum 50. Jahrestag der Deportation von 1000 Sinti und Roma aus Köln ins Messelager am 6. Mai 1990 zeichnete Demnig mit einem SchriftspurgerĂ€t die Wege nach, auf denen die Sinti und Roma deportiert wurden. FĂŒr die Nationalsozialisten war die Kölner Deportation eine „Generalprobe“ der Judendeportationen. Am 16. Dezember 1992, dem 50. Jahrestag des Befehls Heinrich Himmlers zur Deportation der „Zigeuner“ (Auschwitz-Erlass), ließ er einen ersten mit einer Messingplatte versehenen und beschrifteten Stein vor dem Historischen Kölner Rathaus in das Pflaster ein. Auf dem Stein sind die Anfangszeilen des Erlasses zu lesen, und im Hohlkörper des Steines war der gesamte Text enthalten. Außerdem beteiligte sich Demnig mit diesem Stein an der Diskussion um das Bleiberecht aus Jugoslawien geflohener Roma. Der vor dem Kölner Rathaus verlegte Stolperstein wurde 2010 von Unbekannten herausgebrochen und entwendet. Am 21. MĂ€rz 2013 verlegte Gunter Demnig einen neuen Stolperstein vor dem Kölner Rathaus. Die Farbspur Mai 1940 – 1.000 Roma und Sinti wurde 1993 an 22 ausgewĂ€hlten Stellen in Köln in Messing einbetoniert und von der Stadt Köln symbolisch unter Schutz gestellt.cite-ref-8[8]

In Ausdehnung auf alle verfolgten Gruppen entwickelte Demnig in den Folgejahren das Projekt „Stolpersteine“. ZunĂ€chst war es nur als theoretisches Konzept fĂŒr die Veröffentlichung GrĂ¶ĂŸenwahn – Kunstprojekte fĂŒr Europa gedacht, da Demnig fĂŒr ganz Europa von sechs Millionen notwendigen Stolpersteinen ausging. Der Pfarrer der Antonitergemeinde in Köln animierte Demnig jedoch, wenigstens einige ausgewĂ€hlte Steine zu verlegen, um ein Zeichen zu setzen. 1994 kam es so zu einer Ausstellung von 230 Stolpersteinen in der Antoniterkirche in Köln. Am 4. Januar 1995 verlegte Demnig probeweise und ohne Genehmigung durch Behörden die ersten Steine in Köln. Im Mai 1996 beteiligte er sich an der Ausstellung KĂŒnstler forschen nach Auschwitz in der NGBK in Berlin-Kreuzberg und verlegte in der Berliner Oranienstraße 51 Steine ebenfalls ohne behördliche Genehmigung. Erstmals mit amtlicher Genehmigung wurden am 19. Juli 1997 zwei Steine auf Einladung des GedenkdienstgrĂŒnders Andreas Maislinger in St. Georgen bei Salzburg verlegt.cite-ref-auslandsdienst-9-0[9] Der St. Georgener BĂŒrgermeister Friedrich Amerhauser war der erste BĂŒrgermeister, der Gunter Demnig die Zustimmung zur Verlegung von Stolpersteinen gab.cite-ref-auslandsdienst-9-1[9]cite-ref-10[10] Amtlich genehmigt wurden in Deutschland weitere Stolpersteine im Jahr 2000 in Köln verlegt. Daraus entwickelte sich dann eine Folge von Aktionen zu Verlegungen, die zum weltweit grĂ¶ĂŸten „dezentralen Mahnmal“ fĂŒhrten.

Intention

Demnigs Intention ist unter anderem, den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurĂŒckzugeben. Das BĂŒcken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein. Mit der Markierung der „Tatorte von Deportationen“, die hĂ€ufig mitten in dichtbesiedelten Bereichen liegen, wird gleichzeitig die von einigen Zeitzeugen vorgebrachte Schutzbehauptung, nichts von den Deportationen bemerkt zu haben, infrage gestellt.

Demnig kritisierte seinerseits das Konzept zentraler GedenkstĂ€tten fĂŒr die Opfer, die seiner Meinung nach in der Öffentlichkeit nicht ausreichend sichtbar seien. An solchen Mahnorten werde einmal im Jahr von Honoratioren ein Kranz niedergelegt, „
 aber andere können die Mahnmale einfach umgehen.“ Sein Ziel sei es, die Namen der Opfer zurĂŒck an die Orte ihres Lebens zu bringen.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12] Trotz des Begriffs Stolpersteine geht es Demnig nicht um tatsĂ€chliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gern einen SchĂŒler, der nach der Stolpergefahr gefragt antwortete: „Nein, nein, man stolpert nicht und fĂ€llt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“cite-ref-arte-13-0[13]

Das populĂ€re Smartphone- und Tablet-Spiel PokĂ©mon Go wie auch das positionsbezogene Spiel Ingress greifen auf virtuelle Portale zu, die die Stolpersteine wie andere DenkmĂ€ler als Orientierungsmarken haben. „Ich finde es einfach geschmacklos, was der Spielehersteller da macht. Irgendwo muss eine Grenze sein“, sagte der KĂŒnstler Gunter Demnig dem WDR. Wie viele seiner Stolpersteine vom Hersteller Niantic fĂŒr die Spiele genutzt werden, weiß er nicht. Dagegen vorgehen könne er aber ohnehin nicht, sagte Demnig: „Ich bin da in gewisser Weise hilflos.“cite-ref-14[14]

UnterstĂŒtzung und Finanzierung

Daten fĂŒr seine ersten Steine erhielt Demnig in Zusammenarbeit mit dem gemeinnĂŒtzigen Verein fĂŒr die VerstĂ€ndigung von Roma & Sinti (Rom e. V.), woraufhin sich viele die Recherche durchfĂŒhrende Initiativen, hĂ€ufig auch SchĂŒlergruppen, grĂŒndeten. Eine wichtige Hilfe ist neben lokalen Archiven und historischen AdressbĂŒchern die Datenbank der GedenkstĂ€tte Yad Vashem in Jerusalem. Finanziert werden Stolpersteine durch private Spenden. Ein Stein kostete 2019 einschließlich seiner Verlegung 120 Euro.cite-ref-stiftung-faq-15-0[15] Jeder BĂŒrger kann eine Patenschaft fĂŒr einen Stein ĂŒbernehmen.cite-ref-freitag-2020-01-23-5-1[5] Seit 2016 wird das Projekt von der von Gunter Demnig gegrĂŒndeten gemeinnĂŒtzigen Stiftung – Spuren – Gunter Demnig organisiert. Die Stiftung erhĂ€lt alle Zahlungen und Spenden und beschĂ€ftigt Demnig, der ein Festgehalt erhĂ€lt, und sechs weitere Mitarbeiter.cite-ref-stiftung-faq-15-1[15]

Im Jahr 2012 wurde das Projekt mit dem Marion Dönhoff Förderpreis fĂŒr internationale VerstĂ€ndigung und Versöhnung ausgezeichnet und mit 10.000 Euro gefördert. Jurymitglied Anne Will sagte dazu, „
 dass es inzwischen mehr als 37.000 dieser Steine gibt, ist eine große Leistung und ein großes Verdienst. Denn sie lassen die Deutschen ein ums andere Mal ĂŒber die nationalsozialistischen Verbrechen ‚stolpern‘ und halten so die Erinnerung an die Opfer wach.“cite-ref-16[16] Im selben Jahr erhielt Demnig den Erich-KĂ€stner-Preis, dessen Preisgeld von 10.000 Euro den Stolpersteinen sowie dem Neuen JĂŒdischen Friedhof in Dresden zugutekam. Laudator Avi Primor wĂŒrdigte das Projekt mit den Worten: „Die Stolpersteine sind das Gegenteil von VerdrĂ€ngung. Sie liegen zu unseren FĂŒĂŸen, vor unseren Augen und zwingen uns zum Hinschauen. Durch Projekte wie die Stolpersteine wurde ein Dialog zwischen den Menschen in Deutschland und Israel möglich.“cite-ref-17[17]

Das Finanzamt Köln erhob 2011 nach einer SteuerprĂŒfung zunĂ€chst den vollen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent fĂŒr die bis dahin insgesamt 27.000 in Deutschland verlegten Stolpersteine. Die BegrĂŒndung lautete, dass es sich um eine Massenproduktion handele und das Verlegen der Steine keine schöpferische TĂ€tigkeit sei. Deshalb könne der ermĂ€ĂŸigte Steuersatz fĂŒr urheberrechtlich geschĂŒtzte Kunstwerke nicht in Anspruch genommen werden.cite-ref-18[18] SpĂ€ter verzichtete das Finanzamt auf die Steuernachzahlung, wollte kĂŒnftig jedoch den vollen Umsatzsteuersatz erheben. Im Juni 2011 wurde schließlich entschieden, dass es bei einem ermĂ€ĂŸigten Steuersatz von sieben Prozent bleibe.cite-ref-19[19]cite-ref-demnigaktuell-20-0[20]

Herstellung und Gestaltung

Die Stolpersteine werden in Handarbeit hergestellt, weil dies nach Demnig im Gegensatz zur maschinellen Menschenvernichtung in den Konzentrationslagern steht. Anfangs fertigte er sie selbst. Mit der Ausdehnung des Projektes lĂ€sst er sich jedoch seit 2005 von dem Bildhauer Michael Friedrichs-Friedlaender unterstĂŒtzen, der je Stein 50 Euro erhĂ€lt und bis Juni 2018 in seiner Werkstatt mit zwei Mitarbeitern ĂŒber 60.000 Stolpersteine produziert hat.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22] Seit 2006 werden die Stolpersteine in dessen Werkstatt im KĂŒnstlerhof Berlin-Buch angefertigt.cite-ref-taz-79125-23-0[23]cite-ref-24[24] Seit 2021 werden in einer Werkstatt im Garten des Goethe-Instituts in Amsterdam Stolpersteine fĂŒr die Niederlande, Belgien und Luxemburg produziert.cite-ref-25[25]

Sobald neue Daten vorliegen, bestimmt Demnig den Text, der in der Regel mit „Hier wohnte 
“ beginnt, gefolgt vom Namen des Opfers und dem Geburtsjahr, hĂ€ufig mit Deportationsjahr und Todesort. In einigen FĂ€llen beginnt der Text mit „Hier lebte 
“, „Hier wirkte 
“, „Hier lehrte 
“ oder „Hier lernte 
“. Je nach Anlass beginnen die Texte „Hier getauft 
“, „Hier erschossen 
“, „Hier arbeitete 
“ oder „Hier stand 
“. Die Texte werden in speziell zugeschnittene Messingplatten geschlagen, deren RĂ€nder oben und unten leicht und rechts und links weiter ĂŒberstehen und anschließend nach hinten gebogen werden. Die Messingplatte wird mit Beton hintergossen. Sie ist dann durch die rechts und links umgebogenen FlĂ€chen fest mit dem Betonklotz verbunden. Nachdem bereits etliche Stolpersteine wegen Vandalismus, BauschĂ€den oder wegen klimatischer EinflĂŒsse ausgetauscht werden mussten, werden die neuen Textplatten meist in Edelstahl ausgefĂŒhrt. Dieses Material ist hĂ€rter und witterungsbestĂ€ndiger.

Verlegungen

Die Stolpersteine lĂ€sst Demnig bĂŒndig in den BĂŒrgersteig ein. Dies geschieht unmittelbar vor dem letzten vom Opfer frei gewĂ€hlten Wohnort. Wichtigste Quelle fĂŒr Wohnungsanschriften wie auch der PersoneneintrĂ€ge fĂŒr jegliche GedenkbĂŒcher sind die ErgĂ€nzungskarten der VolkszĂ€hlung vom 17. Mai 1939.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28] Sind die WohnhĂ€user der Opfer nicht mehr erhalten, weil beispielsweise die Stadtstruktur beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg neu geordnet wurde, wurden einige Stolpersteine auf oder vor entstandenen FreiflĂ€chen verlegt. Die Stolpersteine gehen nach der Verlegung in das Eigentum der Stadt oder Gemeinde ĂŒber, weshalb die behördliche Genehmigung wichtig ist.

Bis Ende 2016 hatten Gunter Demnig und seine Vertreter ĂŒber 70.000 Steine in Europa gesetzt, darunter in Deutschland ĂŒber 7.000cite-ref-29[29]cite-ref-30[30] in 1099 StĂ€dten und Gemeinden.cite-ref-start-2017-03-13-31-0[31] Anfang 2020 waren es ĂŒber 75.000 Gedenksteine in fast 1.200 deutschen StĂ€dten und Gemeinden.cite-ref-freitag-2020-01-23-5-2[5]

Im April 2022 verlegte Demnig den 90.000sten Stolperstein in Gedenken an die hochschwangere Agathe Fleissner, die in der Penzberger Mordnacht an einem Straßenbaum erhĂ€ngt wurde.cite-ref-32[32]

Im Mai 2023 verlegte Demnig in NĂŒrnberg den 100.000sten Stolperstein in Gedenken an den Feuerwehrmann Johann Wild.cite-ref-33[33]

Außer in Deutschland wurden die Stolpersteine bisher in 31 weiteren LĂ€ndern verlegt.cite-ref-34[34]

Liste der LĂ€nder mit Stolpersteinen, sortiert nach dem Datum (Jahr) der ersten Steinsetzung:

‱ Deutschland (seit 1992 – ein Prototyp in Köln)
‱ Österreich (seit 1997)
‱ Deutschland (seit 2000 mit amtlicher Genehmigung)
‱ Niederlande und Ungarn (seit 2007)
‱ Polen und Tschechien (seit 2008)
‱ Belgien und Ukraine (seit 2009)
‱ Italien (seit 2010)
‱ Norwegen (seit 2011)
‱ Slowakei und Slowenien (seit 2012)
‱ Frankreich, Kroatien, Luxemburg, Russland und Schweiz (seit 2013)
‱ RumĂ€nien (seit 2014)
‱ Griechenland und Spanien (seit 2015)cite-ref-35[35]
‱ Litauen (im August 2016)
‱ Lettland (seit 2017)
‱ Finnland (seit Juni 2018)
‱ Republik Moldau (seit Juli 2018)
‱ Schweden und DĂ€nemark (seit Juni 2019)cite-ref-36[36]
‱ Serbien (seit August 2021)cite-ref-37[37]
‱ Vereinigtes Königreich und Republik Irland (seit Mai/Juni 2022)
‱ Liechtenstein (seit August 2022)
‱ Bosnien und Herzegowina (seit April 2024)
‱ Kanalinseln (seit Juli 2024)
‱ Andorra (seit April 2025)

→

Hauptartikel

:

Liste der Orte mit Stolpersteinen

Vom SĂŒd bis Nord in Europa

Demnigs Projekt ist mittlerweile europaweit verankert, wobei sich deutliche regionale Unterschiede ergeben. In Marseille, Toulouse, Nizza, Grenoble, Krakau, Posen und Danzig, Athen, Sofia, Podgorica, Skopje und Pristina konnte bislang kein Stolperstein verlegt werden, hingegen finden sich in vielen, auch entlegenen KleinstĂ€dten und Dörfern Tschechiens, der Slowakei und Ungarns Stolpersteine. RumĂ€nien, Russland und die Ukraine zögern noch in ihrer Beteiligung an dem Projekt, nur eine sehr kleine Zahl an Stolpersteinen – in Relation zu den Opferzahlen – konnte in diesen LĂ€ndern verlegt werden. In Albanien, Bulgarien, Estland, im Kosovo, in Montenegro, Nordmazedonien und Belarus wurde bislang kein einziger Stolperstein verlegt. In Slowenien begannen zahlenmĂ€ĂŸig relevante Verlegungen erst Ende der 2010er Jahre, in Polen, Kroatien und Serbien steht das Projekt am Anfang. In RumĂ€nien gedachte man bislang nur einer 6-köpfigen jĂŒdischen Familie aus Porț, einem kleinen Dorf im frĂŒheren SiebenbĂŒrgen, und eines einzelnen Mannes aus Timișoara. Auf breite Zustimmung stĂ¶ĂŸt das Projekt nicht nur in Deutschland, sondern auch in acht weiteren Staaten. Neben den Niederlanden, Italien und Tschechien bemĂŒhen sich vor allem Norwegen, Österreich, die Slowakei, Spanien und Ungarn um Stolpersteine fĂŒr ihre Opfer des NS-Regimes, zunehmend auch Belgien, DĂ€nemark, Frankreich, Griechenland und Luxemburg.

Österreich

→

Hauptartikel

:

Stolpersteine in Österreich

Obwohl Österreich nach Deutschland die erste Nation war, die Demnig einlud, und in Österreich die erste amtliche Genehmigung fĂŒr die Verlegungen von Stolpersteinen ausgestellt wurde, ist die Stolperstein-Dichte in der Alpenrepublik unterdurchschnittlich. Ausnahmen sind die Stadt Salzburg mit mehr als 400 Steinen, neben Amsterdam, BrĂŒssel, Hilversum und Rotterdam diejenige Stadt außerhalb Deutschlands mit den meisten Stolpersteinen, Graz mit mehr als 200 und Wiener Neustadt mit ĂŒber 100 sowie Hallein mit 40 Steinen. Diese StĂ€dte bemĂŒhen sich um eine systematische Erfassung ihrer Opfer (Stand: Juni 2020). Mehrere Stolpersteine finden sich auch in KĂ€rnten, Oberösterreich und Vorarlberg, sieben in Tirol, keiner im Burgenland. In Graz wurde der europaweit erste Stolperstein in Brailleschrift verlegt, er ist Irene Ransburg gewidmet. Die oberösterreichische Stadt Linz ist, wie die israelische Botschafterin Talya Lador-Fresher in einem Interview 2018 bekanntgab, die einzige ihr bekannte Stadt im deutschsprachigen Raum, die Stolpersteine nicht erlaube.cite-ref-38[38] Am 22. November 2019 wurde bekanntgegeben, dass sich die Jury in Linz anstelle von Stolpersteinen fĂŒr Gedenkmale in Form von 1,5 m hohen und 35 cm breiten Stelen entschieden habe, die nach dem Entwurf des KĂŒnstlers Andreas Strauss mit Namen, Daten und Klingelknöpfen gestaltet werden und an 20 Wohnadressen aufgestellt werden sollen.cite-ref-39[39]

In Wien kam es nicht zu einer flĂ€chendeckenden Verlegung von Original-Stolpersteinen nach Gunter Demnigs Entwurf. Stattdessen entstanden lokale Projekte wie etwa die Wiener Steine der Erinnerung, initiiert 2005 von Elisabeth Ben David-Hindler. Nachdem ursprĂŒnglich keine Einigung mit Demnig erzielt werden konnte, entschied sie sich, eigenstĂ€ndig Gedenktafeln zu verlegen und grĂŒndete hierfĂŒr einen eigenen Verein.cite-ref-40[40]

Gunter Demnig Ă€ußerte Kritik an den Wiener Steinen der Erinnerung, da er diese als Konkurrenz oder Plagiat seines Konzepts empfand. Die Kunsthistorikerin Galit Noga-Banai bezeichnete auf einer Konferenz im Kontext von Demnigs Projekt alternative Gedenkinitiativen, darunter auch die Wiener Steine, als ‚fake memorials‘, da sie ihrer Meinung nach das verbindende Konzept der Stolpersteine langfristig schwĂ€chen könnten. Diese EinschĂ€tzung bleibt jedoch umstritten, da es sich dabei um eine subjektive MeinungsĂ€ußerung handelt.cite-ref-41[41]

Niederlande

→

Hauptartikel

:

Stolpersteine in den Niederlanden

Demnig wurde und wird seit 2007 regelmĂ€ĂŸig eingeladen, Stolpersteine in den Niederlanden zu verlegen. Der ersten Stadt, Borne, in der heute 81 Steine verlegt sind, folgten in rascher Folge bislang mehr als hundert StĂ€dte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Verlegungen (Stand: MĂ€rz 2023). Anders als in Norwegen gibt es in den Niederlanden keine zentrale Erfassung und Dokumentation aller verlegten Stolpersteine, weshalb bislang nur SchĂ€tzungen vorliegen. Die 2019 gegrĂŒndete Stichting Stolpersteine Amsterdam hat mit einer systematischen Erfassung auf wissenschaftlicher Basis begonnen, die Zahl der dort verlegten Steine wird auf rund 1.600 geschĂ€tzt, rund 2,3 % der Amsterdamer Opfer der Shoah.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43] Mehr als 700 Stolpersteine finden sich in Rotterdam, 450 in Hilversum und 334 in Den Haag. Des Weiteren sind insbesondere KleinstĂ€dte mit systematischer Erfassung ihrer Opfer zu erwĂ€hnen: Oss (343), Assen (303), Eindhoven (274), Gouda (258), Schiedam (mit mehr als 150) und Stadskanaal (141).

Tschechien

→

Hauptartikel

:

Liste von Stolper- und Gedenksteinen in Tschechien

In Tschechien, wo die „Stolperstein“-Arbeit am 8. Oktober 2008 in Prag begann, besteht heute eine nahezu flĂ€chendeckende Abdeckung mit Stolpersteinen. In 13 der 14 Regionen haben Demnig sowie andere zahlreiche Initiatoren Steine verlegt. Derzeit (Stand: Juni 2020) ist noch nicht erhoben, wie viele Stolpersteine in Tschechien insgesamt verlegt wurden. In Prag wurden in den Jahren 2008 bis 2020 bisher 375 Stolpersteine verlegt, in OlmĂŒtz 213 Stolpersteine und eine Stolperschwelle (Stand November 2017cite-ref-olomden-44-0[44]), in BrĂŒnn 78 Original-Stolpersteine und 19 Gedenksteine fĂŒr NS-Opfer. Die ostmĂ€hrische Stadt Ostrava (dt. Ostrau) zĂ€hlt zu den weiteren Schwerpunkten. In Neratovice finden sich 17 Stolpersteine, in TiĆĄnov (dt. Tischnowitz) 15, weitere 9 in der Minderstadt Lomnice u TiĆĄnova (dt. Lomnitz). Ein besonderes tragisches Schicksal betraf das kleine tschechische MĂ€dchen Hana Brady, die 13-jĂ€hrig vom NS-Regime in den Gaskammern ermordet wurde. In Tƙeboƈ (deutsch Wittingau) wurde 2010 ein Stolperstein fĂŒr ihren Vater Karel Brady-Metzl verlegt.

Siehe auch

:

Stolpersteine.cz

Italien

→

Hauptartikel

:

Stolpersteine in Italien

In Italien begann die „Stolperstein“-Arbeit am 28. Januar 2010 in Rom, wo bislang 249 Steine verlegt wurden. Es folgten 2012 die Regionen Ligurien, Trentino-SĂŒdtirol und die Lombardei, 2014 Venetien und die Toskana, 2015 die Provinz Reggio Emilia und das Piemont (in Turin wurde am 11. Januar 2015 der europaweit 50.000. Stolperstein verlegtcite-ref-45[45]) sowie 2016 Abruzzen, Apulien und Friaul-Julisch Venetien, 2017 die Marken, 2019 Sizilien und 2020 Kampanien. In Italien zeigen sich deutlich regionale Unterschiede zu anderen LĂ€ndern: Neben der jĂŒdischen Bevölkerungsgruppe und dem politischen Widerstand sind dort zahlreiche Stolpersteine auch Angehörigen der italienischen StreitkrĂ€fte gewidmet, die nach dem Kriegsaustritt Italiens nach dem 8. September 1943 von der deutschen Wehrmacht entwaffnet, verhaftet und als italienische MilitĂ€rinternierte (IMI) nach Deutschland deportiert wurden, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten. Der IMI-Status diente dazu, den ehemals verbĂŒndeten Soldaten den Status von Kriegsgefangenen zu verweigern, der sie unter den Schutz des III. Genfer Abkommens von 1929 ĂŒber die Behandlung der Kriegsgefangenen gestellt hĂ€tte. Die italienischen MilitĂ€r­internierten wurden durch die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft, Nahrungsmittelentzug und fehlende medizinische Betreuung teilweise schlechter behandelt als die sowjetischen Gefangenen.

Eine höchst unkonventionelle Form der Verlegung wĂ€hlte die Gemeinde Duino-Aurisina in der frĂŒheren Provinz Triest – vier der 13 Stolpersteine dieser Gemeinde wurden an WĂ€nden verlegt.cite-ref-46[46]

Norwegen

→

Hauptartikel

:

Liste von Stolpersteinen in Norwegen

Norwegen ist das erste Land, welches systematisch fĂŒr alle jĂŒdischen Opfer wĂ€hrend der NS-Herrschaft jeweils einen Stolperstein plant. 2.173 Juden lebten in Norwegen, als Hitler-Deutschland das Land ĂŒberfiel. 772 wurden verhaftet und deportiert, 34 davon kehrten zurĂŒck.cite-ref-47[47] Das Projekt ist relativ weit vorangeschritten, mit bislang 729 verlegten Stolpersteinen in allen Provinzen (Stand November 2021). Demnig verlegte von Agder im SĂŒden bis in den hohen Norden, bis BerlevĂ„g und Hammerfest. Der grĂ¶ĂŸte Anteil der Stolpersteine liegt in Oslo (bislang 439) und in Trondheim (65). Möglich geworden ist die systematische Erfassung der Opfer nur aus zwei GrĂŒnden, einerseits wegen der ĂŒberschaubaren Anzahl an Opfern, andererseits aufgrund der fortgeschrittenen Opferforschung in Norwegen. Als einziges Land hat Norwegen eine Website, die alle fĂŒr jĂŒdische Opfer verlegten Stolpersteine zeitnah erfasst. Sie wurde vom JĂždisk Museum i Oslo erstellt und wird von dieser Institution auch gewartet.cite-ref-48[48] Es bestehen zwei Sprachversionen, norwegisch und englisch.

Einige wenige Stolpersteine sind auch WiderstandskĂ€mpfern gewidmet, die keine jĂŒdischen Vorfahren hatten. Zwei liegen in Oslo, acht in Flekkefjord.cite-ref-49[49]

Spanien

→

Hauptartikel

:

Liste von Stolpersteinen in Spanien

Obwohl Spanien niemals vom NS-Regime besetzt war, gibt es viele Spanier, die in deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden. WĂ€hrend der deutschen Besetzung Frankreichs wurden viele spanische Republikaner, die nach Frankreich geflĂŒchtet waren, um nicht Francos Schergen in die HĂ€nde zu fallen, vom NS-Regime in Haft genommen. Sie wurden entweder in das KZ Mauthausen deportiert oder dem Vichy-Regime ĂŒbergeben. Rund 7000 Spanier waren in Mauthausen inhaftiert und zur Zwangsarbeit verurteilt, mehr als die HĂ€lfte von ihnen wurde vom NS-Regime ermordet. Den ĂŒberlebenden KZ-HĂ€ftlingen spanischer NationalitĂ€t entzog das Franco-Regime die Staatsangehörigkeit und machte sie somit staatenlos. Mehrere Jahrzehnte lang wurde ihnen jede Form der Anerkennung als Opfer und jede Wiedergutmachung verweigert.

Seit 2015 verlegt Demnig Stolpersteine in Katalonien, seit 2018 auch auf den Balearischen Inseln. Im Dezember 2018 gab die Stadtverwaltung von Madrid bekannt, dass sie Demnig mit der Herstellung von 449 Stolpersteinen fĂŒr Opfer des NS-Regimes beauftragt hat. 445 dieser Steine sind MĂ€nnern gewidmet, 4 Frauen.cite-ref-50[50]

Griechenland

→

Hauptartikel

:

Liste der Stolpersteine in Griechenland

2015 wurden die ersten fĂŒnf Stolpersteine (griechisch ΛίξοÎč ÎœÎœÎźÎŒÎ·Ï‚, Lithoi Mnimis) in Griechenland verlegt. Sie erinnern an SchĂŒler des Ersten Jungen-Gymnasiums Thessalonikis, die in Auschwitz ermordet wurden.cite-ref-51[51] Es folgten am 19. Oktober 2016 weitere fĂŒnf Stolpersteine im Hafen der Stadt, neben dem Filmmuseum zur Erinnerung an die Hafenarbeiter, die deportiert und ermordet worden waren. AnlĂ€sslich der Verlegung wurde eine Gedenk-Zeremonie von der BĂŒrgerinitiative der Stolpersteine Thessalonikis (Î ÏÏ‰Ï„ÎżÎČÎżÏ…Î»ÎŻÎ± ΠολÎčτώΜ ÎłÎčα Ï„ÎżÏ…Ï‚ Î›ÎŻÎžÎżÏ…Ï‚ ÎœÎœÎźÎŒÎ·Ï‚ στη Î˜Î”ÏƒÏƒÎ±Î»ÎżÎœÎŻÎșη) abgehalten.cite-ref-52[52] Bis 2019 wurden vor dem Ersten Jungen-Gymnasium Thessalonikis weitere Stolpersteine fĂŒr die insgesamt 143 ermordeten und sechs verschleppten jĂŒdischen SchĂŒler in den BĂŒrgersteig eingelassen. Bei der Zeremonie war Gunter Demning anwesend.cite-ref-53[53] Angestoßen worden war die Recherche zu den SchĂŒlern und die Verlegung der Stolpersteine von einem ehemaligen SchĂŒler, Apostolos Dereklis. Im Jahr 2019 wurden weitere sechs Stolpersteine in der nordgriechischen Stadt Veria fĂŒr ermordete jĂŒdische SchĂŒler verlegt.cite-ref-54[54] 2022 wurden weitere Stolpersteine in Kryoneri auf dem Peloponnes verlegt, um an eine jĂŒdische Familie zu erinnern, die dort versteckt worden war und gerettet werden konnte.cite-ref-55[55]

Weitere LĂ€nder

→

Hauptartikel

:

Liste der Stolpersteine in DĂ€nemark

In DĂ€nemark wurden bislang 31 Stolpersteine verlegt (Stand: August 2020) – die Verschleppungsquote der dortigen jĂŒdischen Bevölkerung lag bei „nur“ zwei Prozent, dank der erfolgreichen Weigerung der dĂ€nischen Regierung, den Judenstern und die Rassengesetze einzufĂŒhren, sowie der mutigen Rettung von ĂŒber 7200 dĂ€nischen Juden und fast 700 ihrer nicht jĂŒdischen Partner nach Schweden durch die dĂ€nische Bevölkerung, knapp bevor das NS-Regime diese deportieren und ermorden konnte.

→

Hauptartikel

:

Liste der Stolpersteine in Helsinki

In Finnland wurden zwischen 2018 und 2020 sieben Stolpersteine verlegt, alle in der Hauptstadt Helsinki, von wo am 6. November 1942 acht Juden nach Estland deportiert und in Tallinn an die Gestapo ĂŒbergeben wurden. (Ein Stolperstein fĂŒr die achte aus Finnland deportierte Person liegt seit 2019 in Stockholm.)

→

Hauptartikel

:

Liste der Stolpersteine in Russland

Auch in Russland wurden Stolpersteine verlegt.

→

Hauptartikel

:

Liste der Stolpersteine in Schweden

In Schweden wurden in den Jahren 2007 und 2010 vom Forum för levande historia (Forums fĂŒr lebendige Geschichte) auf Stockholm bezogene AntrĂ€ge auf Anbringung von Schildern bei Adressen von verschleppten und ermordeten jĂŒdischen Schutzsuchenden abgelehnt. Die BegrĂŒndung war, dass diese Erinnerungsobjekte einen „erschreckenden“ Eindruck auf die Vorbeigehenden machen könnten, was nicht im Sinne der Stockholmer Stadtverwaltung sei. Ab Februar 2017 wurde die Frage erneut diskutiert, diesmal unter positiven Vorzeichen.cite-ref-dn-snubbels-56-0[56] Im November 2018 wurden seitens der Stadtverwaltung von Stockholm die entsprechenden Mittel bereitgestellt.cite-ref-57[57] Die ersten drei Stolpersteine wurden im Juni 2019 in Stockholm verlegt.

→

Hauptartikel

:

Liste der Stolpersteine in der Schweiz

Erstaunen mag auch die Verlegung von Stolpersteinen in der Schweiz, da doch dieses Land nie unter Kontrolle des NS-Regimes stand. Die Stolpersteine in mehreren Schweizer StĂ€dten gedenken vor allem NS-Opfern, die zumindest einen Teil ihres Lebens in der Schweiz verbracht haben, von den Schweizer Behörden nicht angemessen geschĂŒtzt oder gar an Deutschland ausgeliefert wurden. In Riehen erinnert eine Stolperschwelle an die Schließung des GrenzĂŒbergangs Lörrach/Riehen und die 30.000 Menschen, denen das Asyl verweigert wurde.cite-ref-58[58] Einige Stolpersteine erinnern an Schweizerinnen, die infolge ihrer Heirat mit einem AuslĂ€nder ihre Schweizer StaatsbĂŒrgerschaft verloren und die Schweizer Behörden vergeblich um RĂŒckeinbĂŒrgerung bzw. Zuflucht in der Schweiz ersucht haben.cite-ref-59[59]

In England wurde im Mai 2022 ein erster Stolperstein in London verlegt.cite-ref-60[60]

Am 1. Juni 2022 kamen in Irland erstmals sechs Stolpersteine in der Hauptstadt Dublin in das Straßenpflaster.cite-ref-61[61]

In Frankreich werden seit 2013 Stolpersteine verlegt.cite-ref-62[62] Bis 2022 wurden weitere Stolpersteine verlegt, z. B. in Obernai (Elsass).cite-ref-63[63]

Dokumentation

Demnig selbst pflegt auf seiner Website eine Chronikcite-ref-64[64], in der er fĂŒr jeden Tag die StĂ€dte und Gemeinden auflistet, in denen er Stolpersteine verlegt oder VortrĂ€ge hĂ€lt. Diese Liste enthĂ€lt auch zukĂŒnftige, angekĂŒndigte Termine.

Manche Gemeinden dokumentieren selbst, unter anderem auf ihrer Website, alle in ihrem Stadtgebiet verlegten Stolpersteine, zum Beispiel Chemnitzcite-ref-65[65]. Vielerorts arbeitet der KĂŒnstler Demnig mit einer lokalen Arbeitsgruppe zusammen, die die Recherche und Verlegungen koordinieren und oftmals dokumentieren, zum Beispiel die Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin fĂŒr Berlincite-ref-66[66].

Neben solchen regionalen Dokumentationsportalen, die verschiedene StÀdte oder Koordinierungsgruppen betreiben, wurden auch deutschland- oder weltweite Angebote entwickelt, um eine flÀchendeckende Dokumentation zu ermöglichen:

‱ Die App und Website Stolpersteine Guidecite-ref-67[67] wurde 2013 in Leipzig gestartet und seitdem von zig Initiativen aus ganz Deutschland mit Biografien und Bildern unterstĂŒtzt.cite-ref-68[68] Sie zeigt die Standorte auf einer Karte, die Biografie der Person oder Familie und oft Fotos von der Verlegung.
‱ Der WDR entwickelte eine App, mit der die Schicksale zu Stolpersteinen in NRW erzĂ€hlt werden.cite-ref-69[69]
‱ In OpenStreetMap können Standorte von Stolpersteinen markiert und mit Inschrift oder Link zu einem Foto versehen werden. Es existiert eine Website mit einer spezifischen Stolpersteine-Karte, die basierend auf diesen Daten die Stolpersteine auf einer topografischen Karte hervorhebt.cite-ref-70[70]
‱ Wikipedia enthĂ€lt die Liste der Orte mit Stolpersteinen und zahlreiche Artikel mit detaillierten Listen fĂŒr einzelne Orte.

HĂ€ufig berichten regionale Medien wie Lokalzeitungen innerhalb ihres Einzugsgebiets ĂŒber die Recherchen oder die AnkĂŒndigung, Stolpersteine verlegen zu lassen. Die Verlegung wird oft in Form einer Reportage begleitet. Außerdem berichten sie von Mahnwachen, Putzaktionen oder VandalismusschĂ€den an Stolpersteinen.

Mit dem Projekt Stolpersteine ist auch das Projekt der Buchreihe Stolperstein-Geschichten verbunden.cite-ref-71[71]

Kopfsteine

An einigen Stellen wurden Stolpersteine verlegt, die keinen Namen einer Einzelpersonen tragen oder ihr gewidmet sind, sondern fĂŒr ganze Personengruppen stehen. Das sind hĂ€ufig Gruppen, die nicht genau abgrenzbar oder deren Einzelschicksale nicht mehr rekonstruierbar sind. Diese Steine werden oft in der Mitte oder ĂŒber weiteren Stolpersteinen verlegt und werden dementsprechend „Kopfstein“ genannt.cite-ref-72[72]cite-ref-73[73]cite-ref-74[74]cite-ref-75[75]

Stolperschwellen

ZusĂ€tzlich zu Stolpersteinen verlegt Demnig fallweise auch sogenannte Stolperschwellen – ebenfalls eben im Boden – im Format 100 mal 10 cm, mit denen ganzer Opfergruppen gedacht wird. Beispielsweise verlegte er im Hauptbahnhof von Stralsund eine Stolperschwelle, die den 1160 psychisch kranken Menschen gewidmet ist, die von hier aus im Dezember 1939 abtransportiert und Opfer der Aktion T4 wurden, ermordet vom NS-Regime in Wielka Piaƛnica (Polen). Weitere Stolperschwellen erinnern beispielsweise in Geislingen an die Zwangsarbeiterinnen des dortigen KZ-Außenlagers, in EttelbrĂŒck an die Opfer der Shoah in Luxemburg, in Glinde an die Opfer eines dortigen Arbeitslagers, in Merseburg an die Opfer der Aktion T4 und in Köln an 1000 Opfer der Roma und Sinti. Weitere Stolperschwellen sind bekannt in Bad Buchau, zwei in Berlin-Friedenau, jeweils eine in Berlin-Mitte, in Berlin-Prenzlauer Berg, in Berlin-Siemensstadt, in Berlin-Steglitz, in Berlin-Wedding, in Berlin-Zehlendorf, eine in Braunschweig, vier in Hamburg (drei davon schmaler), jeweils eine in Ingelheim-Heidesheim, Karben, Leipzig, Messel, Mönchengladbach, Nassau, Regensburg, RĂŒsselsheim, zwei weitere in Stralsund, eine in Völklingen, zwei in Weingarten und eine weitere in Olbernhau. Die Stolperschwelle in Thessaloniki ist vor jenem Haus angebracht, von dem aus Alois Brunner und Adolf Eichmann die Deportation und Vernichtung von 96,5 Prozent aller Juden aus dieser Stadt planten und organisierten. Eine weitere Stolperschwelle in Seesen (Harz) erinnert an die SchĂŒler der Jacobson-Schule.

Am 22. Februar 2022 wurde in UnterlĂŒĂŸ (Landkreis Celle) ein Gedenkort fĂŒr Zwangsarbeiter und Lager-Insassen in der Zeit des Nationalsozialismus eröffnet. Vier Texttafeln und eine Stolperschwellecite-ref-76[76] erinnern an mehr als 20 Lager in der Umgebung von UnterlĂŒĂŸ. Viele Zwangsarbeiter mussten fĂŒr den Waffenhersteller Rheinmetall-Borsig arbeiten.cite-ref-77[77]

2017 nahm das Kunstprojekt die erste Verlegung außerhalb Europas vor. In Argentinien wurde in Anwesenheit des deutschen Botschafters JĂŒrgen Mertens am 30. Oktober eine Stolperschwelle am Eingang der Pestalozzi-Schule Buenos Aires verlegt.cite-ref-78[78] Sie ehrt die 1934 gegrĂŒndete deutsche Auslandsschule als ZufluchtsstĂ€tte der Verfolgten des Nationalsozialismus. In Vertretung von Gunter Demnig war Anna Warda von der Stiftung – Spuren – Gunter Demnig bei der Verlegungszeremonie anwesend.cite-ref-79[79]cite-ref-80[80]

In der Tschechischen Republik wurde die erste Stolperschwelle am 14. November 2017 in OlmĂŒtz verlegt. Der Initiator war der Senator der Stadt, LumĂ­r Kantor, in Zusammenarbeit mit der JĂŒdischen Gemeinde OlmĂŒtz (ĆœidovskĂĄ obec Olomouc). Die Stolperschwelle befindet sich vor der Grundschule in HĂĄlkova ulice, die im Protektorat Böhmen und MĂ€hren ein Sammelort fĂŒr die Deportierten vor ihrer Verlegung aus dem nahegelegenen Bahnhof war. 1942 gingen von hier aus vier Transporte mit insgesamt 3508 Personen aus OlmĂŒtz und anderen Gemeinden in das KZ Theresienstadt und dann in andere Konzentrationslager, von denen nur 295 ĂŒberlebten.cite-ref-olomden-44-1[44]

In Österreich erfolgte erstmals die Verlegung einer Stolperschwelle (LBH 720 × 96 × 96 mm) am 22. Oktober 2020 beim Zwangsarbeiterlager Graz-Liebenau. Sie liegt kleinpflasterumrahmt im Asphalt des linken Muruferwegs, einer Radroute, sehr genau an jener Stelle, wo der im Krieg errichtete und um 2019 abgerissene Puch-Steg hinĂŒber zu den Puch-Werken fĂŒhrte.cite-ref-81[81]

BeschÀdigungen, Reinigung der Steine, Gedenktage

Die Stolpersteine sind an exponierten Stellen verlegt und somit der Witterung, dem Straßenstaub und oftmals auch den Exkrementen von Hunden und Vögeln ausgesetzt. Insbesondere in Norwegen werden alljĂ€hrlich Stolpersteine unbeabsichtigt durch SchneepflĂŒge beschĂ€digt oder zerstört. Sie werden im Regelfall zeitnah von den Organisatoren durch neue Messingplatten ersetzt.cite-ref-82[82]

Demnig selbst empfiehlt die regelmĂ€ĂŸige Reinigung der Stolpersteine, und viele regionale Vereine und Initiativen haben ReinigungsplĂ€ne erstellt. Besonders hĂ€ufig werden drei Gedenktage genutzt, um die Stolpersteine zu reinigen und Kerzen zum Gedenken an die ermordeten oder ins Exil gezwungenen Menschen zu entzĂŒnden; dies sind

‱ der 27. Januar, der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust,cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]
‱ der 7. April, der jĂŒdische Holocaust-Gedenktag Jom haScho’a,
‱ der 9. November, der Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938.cite-ref-85[85]

Fallweise werden auch der Tag des offenen Denkmals in Deutschland, der zweite Sonntag im September, bzw. der Tag des Denkmals in Österreich, der letzte Sonntag im September, fĂŒr Stolperstein-Reinigungen, FĂŒhrungen und RundgĂ€nge genutzt. Immer wieder finden sich Jugendliche zusammen, die aus Eigeninitiative Stolpersteine sĂ€ubern, polieren oder instand halten.cite-ref-86[86]cite-ref-87[87]cite-ref-88[88]cite-ref-89[89]

Kritik

An dem Konzept der „Stolpersteine“ wird auch Kritik geĂ€ußert:cite-ref-90[90] Eine vehemente Gegnerin von Demnigs Projekt ist Charlotte Knobloch, PrĂ€sidentin der Israelitischen Kultusgemeinde MĂŒnchen und Oberbayern (IKG), die es als „unertrĂ€glich“ bezeichnete, die Namen ermordeter Juden auf Tafeln zu lesen, die in den Boden eingelassen sind und worauf mit FĂŒĂŸen „herumgetreten“ werde.cite-ref-sz-677117-91-0[91] Die AnhĂ€nger des Stolpersteinprojekts stellte sie öffentlich als „GedenktĂ€ter“ in die Nachfolge der TĂ€ter der Judenvernichtung.cite-ref-92[92]

Die Meinungen gehen unter prominenten Juden jedoch auseinander. Der damalige VizeprĂ€sident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, verteidigte das Projekt.cite-ref-93[93] Auch der VizeprĂ€sident des JĂŒdischen Weltkongresses und Nachfolger Knoblochs als PrĂ€sident des Zentralrats der Juden in Deutschland (bis November 2014), Dieter Graumann, der aktuelle ZentralratsprĂ€sident Josef Schustercite-ref-94[94] oder der ehemalige PrĂ€sident der Union progressiver Juden in Deutschland und aktuelle Vorsitzende der zweiten jĂŒdischen Gemeinde MĂŒnchens Beth Shalom, Jan MĂŒhlstein,cite-ref-95[95] haben sich fĂŒr das Projekt ausgesprochen. Demnig selbst widersprach Knoblochs Metapher „auf Schicksale mit FĂŒĂŸen zu treten“ und hĂ€lt sie fĂŒr eine Verharmlosung der Verbrechen der Nazis, „denn wenn die Nazis sich damit begnĂŒgt hĂ€tten, dann hĂ€tten die Menschen blaue Flecke bekommen, aber wĂŒrden noch leben. Die Nazis hatten aber ein Vernichtungsprogramm.“cite-ref-96[96] Knobloch kritisierte auch, dass bei einer Verlegung der Gedenksteine im Boden diese beschmiert oder verunreinigt werden könnten.cite-ref-97[97]

StĂ€dte, die die Verlegung von Stolpersteinen ablehnen, berufen sich meist auf die Kritik von Knobloch oder machen die Zustimmung zur Verlegung von einem positiven Votum ihrer jĂŒdischen Gemeinde abhĂ€ngig. Das bekannteste Beispiel ist MĂŒnchen, wo die beiden einzigen auf öffentlichem Grund verlegten Stolpersteine aus dem BĂŒrgersteig der Mauerkircherstraße entfernt wurden, da der Stadtrat und der maßgebliche Teil der jĂŒdischen Gemeinde gegen Stolpersteine sind.cite-ref-taz-19361-98-0[98]cite-ref-99[99] Die beiden entfernten Stolpersteine kamen nach einer Zwischenstation auf dem jĂŒdischen Friedhof in die MĂŒnchner Musikhochschule und waren Teil einer kĂŒnstlerischen Installation. Mit Verweis auf den Brandschutz wurde die Installation 2011 entfernt.cite-ref-100[100] In MĂŒnchen gibt es nur Stolpersteine auf Privatgrund.cite-ref-101[101] Mehr als 200 Stolpersteine fĂŒr MĂŒnchner Opfer wurden bereits hergestellt und können nicht verlegt werden; sie lagern seitdem in einem Keller. Nachdem bei den Kommunalwahlen in Bayern 2014 der MĂŒnchner OberbĂŒrgermeister Christian Ude, der Knoblochs Standpunkt teilte, altersbedingt aus dem Amt geschieden war, veranstaltete im Dezember 2014 der neugewĂ€hlte MĂŒnchner Stadtrat eine öffentliche Anhörung zu dem Projekt. Diese stand kurz vor einem Eklat, als eine Vertreterin der IKG bei ihrer Kritik an den Stolpersteinen die vereinbarte Redezeit deutlich ĂŒberzog.cite-ref-102[102] Vertreter anderer Opfergruppen wie Homosexuelle oder ehemalige HĂ€ftlinge des KZ Dachau sprachen sich hingegen fĂŒr die Stolpersteine aus.cite-ref-103[103] Am 28. April 2015 einigten sich die regierenden Stadtratsfraktionen von SPD und CSU dahingehend, dass der NS-Opfer statt mit Stolpersteinen durch Erinnerungswandtafeln und -stelen gedacht werden soll, sofern Angehörige und HauseigentĂŒmer zustimmen.cite-ref-104[104] Terry Swartzberg und die „Initiative Stolpersteine fĂŒr MĂŒnchen“ sammelten bis Juni 2015 ĂŒber 80.000 Unterschriften fĂŒr ihr Projekt.cite-ref-105[105] Am 29. Juli 2015 sprach sich der MĂŒnchner Stadtrat mit breiter Mehrheit gegen die Stolpersteine auf öffentlichen Straßen und PlĂ€tzen der Stadt aus.cite-ref-faz-13725160-106-0[106] Am 31. Mai 2016 wies das Verwaltungsgericht MĂŒnchen eine Klage auf Verlegung von Stolpersteinen in MĂŒnchen ab.cite-ref-107[107]

Seit 2018 werden in MĂŒnchen aufgrund des Stadtratsbeschlusses Gedenkstelen und Tafeln im Design von Kilian Stauss errichtet. Die Edelstahlstelen haben einen Querschnitt von 6 × 6 cm und eine Höhe von 1,86 Meter. Auf sie passen jeweils bis zu 12 Tafeln fĂŒr Familienangehörige. Die Stelen werden vor den ehemals bewohnten HĂ€usern errichtet. Mit Zustimmung der HauseigentĂŒmer kann auch ein Edelstahlbalken im gleichen Format an der Fassade angebracht werden.cite-ref-108[108]

In einigen StĂ€dten werden die Genehmigungen fĂŒr die Verlegung der Stolpersteine nach Diskussionen und teilweise unter Auflagen (zum Beispiel Zustimmung der HauseigentĂŒmer) erteilt. In Krefeld lehnte beispielsweise der Stadtrat auf Wunsch der jĂŒdischen Gemeinde, die sich der Argumentation Knoblochs anschloss, eine Verlegung zunĂ€chst ab. Erst nach einem erfolgreichen BĂŒrgerbegehren wurde ein Kompromiss gefunden: Wenn die jeweiligen HauseigentĂŒmer und die Angehörigen der Opfer zustimmen, können die Stolpersteine verlegt werden. Inzwischen wurden auch in Krefeld Stolpersteine verlegt.cite-ref-109[109] In Bad Homburgcite-ref-110[110] gab es trotz Initiativen der BĂŒrger sowie Unterschriftensammlungen lange Zeit keine Zustimmung zur Verlegung, bis im Mai 2016 und MĂ€rz 2017 Stolpersteine verlegt werden konnten. In Rheinbach wurden erst im Dezember 2016 nach jahrelangem Widerstand aus der Politikcite-ref-111[111]cite-ref-112[112] 14 Stolpersteine verlegt.cite-ref-113[113] In Augsburg gab es einen jahrelangen Streit zwischen BefĂŒrwortern und Gegnern des Stolperstein-Projekts. Grund dafĂŒr war, dass in Augsburg – wie auch in der Landeshauptstadt MĂŒnchen – die Israelitische Kultusgemeinde Vorbehalte erhob. Zwar wurden im Mai 2014 zwei Stolpersteine in Anwesenheit von Gunter Demnig auf einem PrivatgrundstĂŒck verlegt, fĂŒr Stolpersteine im öffentlichen Raum fehlte aber die Genehmigung des Augsburger Stadtrats.cite-ref-114[114] Im MĂ€rz 2015 kam es schließlich zu einer Einigung, die besagt, dass kĂŒnftig neben der Verlegung von Stolpersteinen „alternativ auch Tafeln, die an Laternen oder Straßenschildmasten angebracht werden, und Stelen als Erinnerungszeichen möglich sein“ werden.cite-ref-115[115] FĂŒr die Art des Gedenkens soll kĂŒnftig in Augsburg insbesondere der Wille der Angehörigen eines Opfers berĂŒcksichtigt werden, „auch wenn beispielsweise die jĂŒdische Gemeinde anderer Ansicht ist.“ In Rottweil hatte die Arbeitsgruppe „Erinnerungskultur“ das Thema fast zwei Jahre lang hinter verschlossenen TĂŒren diskutiert und fĂŒr den Gemeinderat vorbereitet. Dieser konnte sich trotzdem nicht einigen. OberbĂŒrgermeister Ralf Broß (parteilos) erklĂ€rte, das sei ein ausdrĂŒcklicher Wunsch der jĂŒdischen Gemeinde. Der Gemeinderat von Villingen-Schwenningen hat die Stolpersteine schon zweimal abgelehnt und wollte lieber ein Mahnmal mit den Namen aller Opfer,cite-ref-116[116] bewilligte dann aber doch im Januar 2020 die Verlegung von Stolpersteinen. Der erste Termin fand im Oktober 2021 statt.cite-ref-117[117] In Linz werden ebenfalls keine Stolpersteine verlegt. Es soll eine andere Form des Gedenkens an die Linzer NS-Opfer gefunden werden.cite-ref-118[118]

Angehörige von NS-Opfern kritisierten im Jahr 2014, dass auf einigen Stolpersteinen „Nazijargon“ zu lesen sei. So seien als Grund fĂŒr eine Verurteilung die nationalsozialistischen Begriffe wie „Rassenschande“, „Gewohnheitsverbrecherin“ oder „VolksschĂ€dling“ angegeben, ohne dass eine Relativierung der Begriffe erfolge.cite-ref-119[119] Auch Wissenschaftler schlossen sich den Bedenken an. Martina Staats, Leiterin der GedenkstĂ€tte WolfenbĂŒttel, findet „Beschriftungen in TĂ€tersprache nicht angemessen“. Solche Begriffe ohne sprachliche Distanzierung zu zitieren, sei „einfach unmöglich“ und sehr schmerzhaft fĂŒr die Überlebenden der NS-Verfolgung, sagte Detlef Garbe, Leiter der KZ-GedenkstĂ€tte Neuengamme der taz.cite-ref-taz-147981-120-0[120] Demnig erklĂ€rte, dass die Verwendung von TĂ€tersprache erfolge, um „das Unrecht der Nazis darzustellen“ und die Begriffe schließlich in AnfĂŒhrungszeichen stĂŒnden, so dass selbst Jugendliche merken wĂŒrden: Da ist was faul.cite-ref-121[121]

Mitunter kritisieren Hausbesitzer oder Mieter, vor deren HĂ€usern die Stolpersteine verlegt werden, das Projekt. HierfĂŒr gibt es mehrere GrĂŒnde. Die Spannweite reicht von rechtsradikalem Gedankengut,cite-ref-122[122] dem Glauben an eine Wertminderung durch die Stolpersteinecite-ref-123[123] ĂŒber eine fachliche Ablehnung des Projektes bis zur Angst vor rechtsradikalen Übergriffen nach der Verlegung.cite-ref-124[124] Das Landgericht Stuttgart urteilte zu einer Zivilklage, dass Stolpersteine keine BeeintrĂ€chtigung oder Wertminderung von Eigentum darstellen.cite-ref-sz-1144039-125-0[125]

Die jĂŒdische KĂŒnstlerin Dessa reflektiert in ihrer Arbeit kritisch die Stolpersteine und schlĂ€gt Stolzesteine als ihre Alternative vor; Gedenksteine, zu denen man stolz hinaufblicken kann.cite-ref-126[126]

Im Zusammenhang mit der Stolpersteinverlegung fĂŒr die Familie Ernst ThĂ€lmanns in Singen brachte der AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon Anfang 2018 in einem Schreiben seine Bedenken gegenĂŒber einer „Erinnerungsdiktatur“ zum Ausdruck. Der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas wies diese Kritik scharf zurĂŒck: „Umso lauter ihr Ende gefordert wird, desto mehr Stolpersteine brauchen wir.“cite-ref-127[127]

Eine Verlegung von Stolpersteinen im luxemburgischen Junglinster war 2021 umstritten, weil neben vier Steinen fĂŒr jĂŒdische Deportierte auch elf Steine fĂŒr Zwangsrekrutierte verlegt wurden. Dabei handelte es sich um luxemburgische Wehrmachtsangehörige, die wĂ€hrend der deutschen Besetzung des Landes ab 1942 zwangsweise eingezogen worden waren. Der Publizist Mil Lorang hĂ€lt die Zwangsrekrutierten nicht fĂŒr Opfer des Nationalsozialismus. Sie seien vielmehr Opfer eines Kriegsverbrechens gemĂ€ĂŸ der Haager Landkriegsordnung geworden. Mitglieder der jĂŒdischen Gemeinde Luxemburgs lehnten Stolpersteine fĂŒr Zwangsrekrutierte ab, weil sonst unterschiedliche Schicksale gleichgestellt wĂŒrden. Dies schaffe europaweit einen PrĂ€zedenzfall.cite-ref-128[128]

Die erinnerungskulturelle Karriere der Stolpersteine bilanzierend, schreibt der Politikwissenschaftler und Historiker Harald Schmid: „Die Innovation der Stolpersteine hatte ihre Zeit, die einst subversive Erneuerung der GedĂ€chtniskultur wirkt auf breiter Front weiter, aber hat sich abgenutzt. Denn der Kontext ihrer Entstehung hat sich tiefgehend und weitreichend verĂ€ndert – die Steine sind nun nicht nur Teil des Establishments, vielmehr hat sich dieses Establishment selbst so sehr gewandelt, dass es nun anderer, eben wieder subkultureller oder subversiver Formen bedarf, um junge Generationen, Interessierte und weniger Interessierte anzusprechen.“cite-ref-129[129]

Vandalismus, rechte Gewalt, Vorbehalte und Alternativen

In den Jahren 2001 bis 2011 kam es laut Demnig bundesweit in insgesamt 700 FĂ€llen zu teilweise rechtsextrem motivierten Schmierereien und anderen Formen von Vandalismus gegen die bis dahin ĂŒber 30.000 verlegten Stolpersteine.cite-ref-tagesspiegel-5889222-130-0[130] Manche dieser BeschĂ€digungen werden in rechtsextremen Medien auf hĂ€mische Weise kommentiert.cite-ref-maegerle-131-0[131]

Deutschlandweit werden auch immer wieder Stolpersteine herausgerissen.cite-ref-132[132] So wurden 2012 in Greifswald vor dem Jahrestag der Reichspogromnacht alle elf Steine aus dem Pflaster entferntcite-ref-133[133] und 2017 verschwanden in Berlin-Neukölln zwölf Steine.cite-ref-134[134] Im Oktober 2024 wurden alle 10 Stolpersteine in Zeitz (Sachsen-Anhalt) gestohlen.cite-ref-135[135] Die Verwaltung des Burgenlandkreises richtete daraufhin ein Spendenkonto fĂŒr die Neuverlegung ein.cite-ref-ts-136-0[136] Zuvor waren dort bereits 2013 und 2014 einzelne Steine gestohlen worden. Im Jahr 2024 gab Gunter Demnig die Anzahl der mittlerweile gestohlenen Steine mit etwa 900 an.cite-ref-ts-136-1[136]

Zu Jahresbeginn 2017 wurden in Dresden Stolpersteine mit den Namen von Deutschen ĂŒberklebt, die dort durch Luftangriffe der Alliierten getötet wurden.cite-ref-137[137]

Mitunter werden auch die Initiatoren der Stolpersteine, entweder Angehörige oder Freunde der Opfer oder auch Bewohner der HĂ€user, die sich fĂŒr die Geschichte interessieren, von Gegnern der Stolpersteinaktion bedroht.cite-ref-138[138] Eine Reihe von Hausbesitzern wollen keine Stolpersteine vor der HaustĂŒr haben, weil sie Wertminderung oder Vandalismus von Neonazis befĂŒrchten.cite-ref-freitag-2020-01-23-5-3[5]

Daneben weigert sich die Stadt MĂŒnchen, die Steinverlegung im öffentlichen Raum zu genehmigen mit dem Hinweis, man wĂŒrde damit auf den Opfern herumtrampeln.cite-ref-freitag-2020-01-23-5-4[5] Als BegrĂŒndung wird seitens der Stadt auch angefĂŒhrt, dass Kritiker aus der dortigen jĂŒdischen Gemeinde dies so sĂ€hen.cite-ref-freitag-2020-01-23-5-5[5] Statt der Stolpersteine werden in MĂŒnchen seit 2018 offizielle Gedenktafeln und Stelen im Rahmen der Aktion Erinnerungszeichen installiert. Stolpersteine finden sich daher in MĂŒnchen nur auf PrivatgrundstĂŒcken (siehe: Liste der Stolpersteine in MĂŒnchen).

Auch in Oldenburg werden statt Stolpersteinen Erinnerungszeichen angebracht.cite-ref-139[139]

2022 sprachen sich die CDU- und AfD-Fraktionen im sĂ€chsischen Limbach-Oberfrohna gegen die Verlegung von Stolpersteinen fĂŒr zwei KPD-FunktionĂ€re aus und begrĂŒndeten dies mit einer antidemokratischen Haltung der Opfer. Der Landrat kĂŒndigte daraufhin an, kĂŒnftig keine Stolpersteine mehr verlegen zu wollen, um eine Wertung beziehungsweise Abwertung der Ermordeten zu vermeiden.cite-ref-140[140]

Ähnliche und abgeleitete Projekte

Materielle Gedenkobjekte

Im Jahr 2002 verlegte der Bezirksjugendrat des Wuppertaler Stadtteils Cronenberg fĂŒr Rita und Yzchok Gerszt zwei „Stolpersteine“, die entsprechend der Beschreibung auf Demnigs Website selbst hergestellt waren und um eine Ausstellung ergĂ€nzt wurden. Demnig protestierte dagegen und untersagte weitere derartige Aktionen. An einer anderen Adresse gibt es fĂŒr das Ehepaar Gerszt seit 2008 zusĂ€tzlich von Demnig verlegte Stolpersteine.cite-ref-141[141]

In der Stadt MĂŒnchen gab es eine öffentliche Debatte um die Formen des Gedenkens mit Kleindenkmalen am letzten Wohnort. 2018 wurde nach einem Stadtratsbeschluss eine Koordinierungsstelle der Stadtverwaltung fĂŒr Erinnerungszeichen fĂŒr Opfer des NS-Regimes in MĂŒnchen eingerichtet. Sie bringt auf Antrag von Angehörigen an HĂ€usern kleine Tafeln mit einem Bild der Person und einem knappen Text an oder stellt freistehende Stelen auf. Bis Juli 2019 wurden ca. 50 solche den Stolpersteinen nachempfundene „Erinnerungszeichen“ eingeweiht.cite-ref-142[142] Zahlreiche Stolpersteine gibt es in der Stadt auf privaten GrundstĂŒcken oder in Ausstellungen.cite-ref-143[143]cite-ref-144[144]

In Rostock verlegt das Max-Samuel-Haus Gedenksteine vor den frĂŒheren WohnhĂ€usern jĂŒdischer BĂŒrger, die in keinem Zusammenhang zum Demnigschen Kunstprojekt stehen (siehe: Liste der Denk- und Stolpersteine in Rostock). Bis 2015 wurden sie ebenfalls „Stolpersteine“ genannt, seit 2016 neu verlegte Steine werden als „Denksteine“ bezeichnet.

In der ThĂŒringer Landeshauptstadt Erfurt hat die Initiative „Erfurter GeDenken 1933-45“ im Jahr 2007 einen Wettbewerb ins Leben gerufen, aus dem die „DenkNadeln“ von Sophie Hollmann als Siegerin hervorgingen. Diese auffĂ€lligen Denknadeln stehen vor den letzten von den Opfern frei gewĂ€hlten Wohnungen in der Stadt. Sie symbolisieren Nadeln, die in eine Wunde stechen. An den Nadeln ist eine Metallplatte mit den Lebensdaten der Opfer angebracht. Es kommt aber immer wieder zu Fehlinterpretationen der Denknadeln, so steht eine vor einem CafĂ© (Domplatz 23) und wird immer mal wieder von Ortsfremden als EistĂŒte angesehen.cite-ref-145[145] Dieses Projekt wurde nach Errichtung der neunten Denknadel im November 2013 eingestellt.

Seit 2005 werden in Wien pflastersteinartige – nicht von Gunter Demnig stammende – Gedenktafeln verlegt. Dieses Projekt heißt Steine der Erinnerungcite-ref-146[146] und wird von der Stadt Wien,cite-ref-147[147] dem Nationalfonds der Republik Österreich fĂŒr Opfer des Nationalsozialismus und privaten Spendern unterstĂŒtzt. Demnig betrachtet die „Steine der Erinnerung“ als Plagiat.cite-ref-148[148]

Im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur hat das Projekt Erinnern fĂŒr die Zukunftcite-ref-149[149] 2008 begonnen, im Wiener Bezirk Mariahilf Gedenkobjekte fĂŒr 740 ermordete Mariahilfer anzubringen. Die Gedenkobjekte bestehen aus 10 cm × 10 cm großen Messingplatten, die mit Namen und Lebensdaten der Opfer beschriftet sind.

Noch bevor Demnig im Jahr 2010 die ersten Stolpersteine in Italien verlegte, wurden am 26. Januar 2009 in der piemontesischen Stadt Saluzzo die ersten 21 „Spuren der Erinnerung“ verlegt.cite-ref-150[150]cite-ref-151[151] Vor den frĂŒheren WohnhĂ€usern von 21 ermordeten Juden wurden 12 cm × 12 cm große Messingplatten in den Boden eingelassen. Die Platten wurden von Schulklassen im Rahmen des lokalen Projektes „Tracce del ricordo“ (Spuren der Erinnerung) gestaltet. Der Text beginnt stets mit „Qui abitava“ (‚Hier wohnte‘), es folgen Name, Todesort, Alter und der Grund der Deportation: „PerchĂ© Ebreo/a“ (‚weil er/sie Jude/JĂŒdin war‘).

Am 20. MĂ€rz 2009 wurden im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die ersten elf „Denksteine“ verlegt. Entstanden sind die „Denksteine“ in Anlehnung an die Stolpersteine. UrsprĂŒnglich sollte mit Stolpersteinen an die Opfer aus dem „BĂŒro Pfarrer GrĂŒber“ erinnert werden. Gunter Demnig war mit den gewĂŒnschten lĂ€ngeren Texten nicht einverstanden und regte deshalb eine „handwerklich gestaltete Alternative“ an.cite-ref-charwil-152-0[152] Mittlerweile wurden auch in weiteren Berliner Bezirken Denksteine verlegt.

Auf dem Platz des Unsichtbaren Mahnmals in SaarbrĂŒcken wurden auf der Unterseite von Pflastersteinen die Namen von 2146 jĂŒdischen Friedhöfen eingemeißelt.

In den Niederlanden werden seit 2015 in verschiedenen Orten eigene Gedenksteine (Herdenkingsstenen) verlegt. Die lokalen Initiativen dieser Gemeinden haben entschieden, eigene Steine zu verlegen. In Amersfoort sollen 433 Steine, in Vught 11 und in Veendam 164 Steine verlegt werden. Hierbei wird bewusst eine große Ähnlichkeit zum Projekt Stolpersteine angestrebt (etwas grĂ¶ĂŸer, Bronze oder Stein statt Messing) und gleichzeitig schon im Vorfeld geprĂŒft, ob Demnig juristisch dagegen vorgehen kann. BegrĂŒndet wird dies im Allgemeinen mit dem Wunsch, eine hohe Anzahl von Steinen zeitnah zu verlegen, der KĂŒnstler jedoch diese Anzahl nicht in der gewĂŒnschten Zeit liefern kann bzw. nicht liefern will. Zudem argumentieren die Verantwortlichen, dass Demnig bei der Anzahl von ca. 400 bis 500 verlegten Steinen im Jahr bis zu seinem Lebensende nicht fĂŒr alle Opfer des Nationalsozialismus Steine verlegen kann.cite-ref-153[153]

Der Gemeinderat von Linz (Österreich) beschloss im November 2019, an 20 Adressen Stelen mit Namen und Klingelknöpfen aufzustellen.cite-ref-154[154]cite-ref-155[155] Die ersten 17 wurden 2022 errichtet. Weitere 5 im Juni 2023. Zwanzig weitere Stelen sollen folgen.cite-ref-156[156][veraltet]

In Hamburg-St. Pauli wurde 2024 vor dem Eingangstor zur Herbertstraße nahe der Reeperbahn ein Stolperbordstein in den Bordstein eingelassen, der an die Schicksale wĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus verfolgter Prostituierter erinnert.

Immaterielle Gedenkobjekte

Zwischen 2012 und 2013 entstanden durch eine Kooperation von sechs unabhĂ€ngigen Radiostationen in Erfurt, Halle (Saale), Hamburg, NĂŒrnberg, Linz und Salzburg die ersten Hörstolpersteine. Entwickelt und geleitet wurde das Projekt durch die Radiofabrik.cite-ref-157[157] Hierbei handelt es sich um 60 kurze Biografien von Personen aus diesen sechs StĂ€dten und deren Umland, die mit einem Stolperstein geehrt wurden. Zudem entstanden zwölf lĂ€ngere Sendungen, die ausfĂŒhrlich Teilaspekte des Holocaust oder des Projekts „Stolpersteine“ behandeln. Alle Sendungen erschienen als RadiobeitrĂ€ge und sind auch im Internet abrufbar.cite-ref-158[158]

Von 8. November 2013 bis 8. Mai 2015 unternahm SWR2 ein Hörfunkprojekt, das sich an Gunter Demnigs Arbeit orientiert. Die ein- bis dreiminĂŒtigen akustischen Stolpersteine wurden zu unterschiedlichen Tageszeiten gesendet, sie gehen den Lebensgeschichten der Verfolgten des NS-Regimes aus dem Sendegebiet nach. Die auf den Stolpersteinen eingravierten Lebensdaten sind durch BriefauszĂŒge, TagebucheintrĂ€ge und Interviews mit Zeitzeugen ergĂ€nzt. Sie erzĂ€hlen von Einzelschicksalen, der Auslöschung ganzer Familien oder vom Neubeginn in einem fremden Land. Im Internet können die Stolpersteine (aufbereitet mit Archivmaterial wie persönlichen Dokumenten, Fotos oder Videos) jederzeit angehört werden.cite-ref-159[159] Eine App fĂŒr mobile EndgerĂ€te ermöglicht es zudem, die akustischen Stolpersteine vor Ort abzurufen und eine Route zu weiteren Gedenksteinen anzuzeigen.cite-ref-160[160]

In Bayreuth, wo die israelitische Kultusgemeinde ein Gedenken in Form von Stolpersteinen ablehnte, wurde eine akustische Installation in den Boden eingelassen. Am Ort des ehemaligen „Braunen Hauses“, dem Sitz des Gaus Bayreuth am Sternplatz, erinnert sie an 182 jĂŒdische Opfer des Nationalsozialismus, deren Namen und Lebensdaten der Schauspieler Matthias Brandtcite-ref-161[161] eingesprochen hatte.cite-ref-162[162] Der KĂŒnstler will anonym bleiben.

Materielle Gedenkobjekte ohne Bezug zur NS-Gewaltherrschaft

Der KĂŒnstler Tom Fecht erinnert mit dem Projekt „Namen und Steine“ und seinen Steinen an ĂŒber 40 Orten an die Opfer von AIDS.

In Leichlingen wurden vom dortigen Karnevalsverein zur Erinnerung an verstorbene Mitglieder etwas abweichend gestaltete „Schmunzelsteine“ verlegt, was zu zahlreichen Protesten und Forderung nach Entfernung fĂŒhrte. FĂŒr Demnig handelt es sich dabei um Plagiate, er möchte jedoch nicht juristisch dagegen vorgehen.cite-ref-163[163]

2013 rief der russische Journalist Sergei Parchomenko eine Initiative namens Letzte Adresse ins Leben. Das Projekt startete 2014 in Russland, 2017 in der Ukraine, 2018 in Georgien und 2019 in Deutschland. Auch in Tschechien gibt es Gedenktafeln. Insgesamt erinnern rund tausend Gedenktafeln an der Außenfront des letzten bekannten Wohnhauses erinnern an Opfer stalinistischer Repressionen. Dazu werden Erinnerungsmale mit den Lebensdaten an der Außenfront des letzten Wohnhauses angebracht.cite-ref-165[165] Das Putin-Regime hat 2024 Gedenktafeln entfernen lassen und Parchomenko zum auslĂ€ndischen Agenten erklĂ€rt.cite-ref-166[166]

Im Dezember 2018 erweiterte Gunter Demnig sein Konzept und erschuf mit den sogenannten Remembrance Stones Gedenksteine, welche an die Opfer des Franquismus erinnern sollen.cite-ref-167[167] Den ersten dieser Steine verlegte er am 15. Dezember 2018 in Porreres auf Mallorca. Die Idee dahinter ist, dass mit den Remembrance Stones der Menschen gedacht werden soll, die nicht direkte Opfer des Nationalsozialismus waren, sondern vielmehr des verwandten Franquismus. Hier möchte der KĂŒnstler im Gedenken eine BrĂŒcke schlagen, denn ohne die nationalsozialistische UnterstĂŒtzung hĂ€tte Francisco Franco seine Macht und Repression in dieser Form und Schnelle nicht ausweiten und ĂŒber 40 Jahre erhalten können. Die ersten dieser Gedenksteine gelten den zwanzig BĂŒrgermeistern und Politikern, die zwischen 1936 und 1939 von den Nationalisten und UnterstĂŒtzern Francos auf Mallorca inhaftiert, gefoltert und ermordet wurden. Die Steine liegen vor ihren ehemaligen WohnhĂ€usern oder ihren ArbeitsstĂ€tten, den RathĂ€usern.

Filme

‱ Die Dokumentarfilmerin Dörte Franke hat ĂŒber die „Stolpersteine“ den Dokumentarfilm Stolperstein gedreht. Sie ist die Tochter von Uta Franke, Demnigs LebensgefĂ€hrtin und damalige Koordinatorin des Projektes.cite-ref-168[168] Nach VorfĂŒhrung auf zwei Filmfestivals hatte der Film am 1. November 2008 im Kölner Odeon-Kino Premiere und war seit dem 6. November 2008 bundesweit in den Kinos zu sehen.
‱ das Symbol: die Stolpersteine, ARTE, 2017cite-ref-169[169]

Ausstellung

Zum 70. Geburtstag Gunter Demnigs und zum 25. Jahrestag der Erstverlegung der Stolpersteine widmete die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln dem Stolpersteinprojekt und dem KĂŒnstler im Herbst 2017 die Ausstellung Projekt Stolpersteine – Ein KunstDenkmal als BĂŒrgerbewegung.cite-ref-170[170] Neben Fotografien, Auszeichnungen und Publikationen wurde in der Ausstellung ein Teil der umfangreichen Presseartikelsammlung gezeigt, die seit 2015 im Besitz der Kölner Kunst- und Museumsbibliothek ist.cite-ref-171[171]

Musik

Im August 2019 veröffentlichte der Chemnitzer Rapper Trettmann das Lied Stolpersteine.cite-ref-172[172]cite-ref-173[173]

Mit der politisch-kĂŒnstlerischen Aktion Klang der Stolpersteine wird an den Stolpersteinen der Stadt Jena seit 2017 jedes Jahr am 9. November an die Novemberpogrome 1938 gedacht. Dieses Klang-Denkmal an ĂŒber 50 Orten der Stadt wird getragen von ĂŒber 500 BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern. Gemeinschaftlich und öffentlich wird unter anderem das Lied Dos Kelbl gesungen und musiziert.cite-ref-174[174]cite-ref-175[175]

WĂŒrdigung

Im Dezember 2025 gab die Deutsche Post AG eine Sonderbriefmarke zur WĂŒrdigung des KunstDenkmals STOLPERSTEINE zu 0,95 EUR heraus.cite-ref-176[176]

Literatur

‱ Petra T. Fritsche: Stolpersteine – Das GedĂ€chtnis einer Straße. wvb, Berlin 2014, ISBN 978-3-86573-808-0 (Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 2013).
‱ Joachim Rönneper (Hrsg.): Vor meiner HaustĂŒr. „Stolpersteine“ von Gunter Demnig. Ein Begleitbuch. Arachne-Verlag, Gelsenkirchen 2010, ISBN 978-3-932005-40-4.
‱ NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Hrsg.): Stolpersteine. Gunter Demnig und sein Projekt. Emons, Köln 2007, ISBN 978-3-89705-546-9.
‱ Silvija Kavčič/Thomas Schaarschmidt/Anna Warda/Irmgard ZĂŒndorf (Hrsg.): Steine des Anstoßes. Die Stolpersteine zwischen Akzeptanz, Transformation und Adaption. Metropol Vlg 2021, ISBN 978-3-86331-551-1 (nicht eingesehen).
‱ Ulrike Schrader: Die „Stolpersteine“ oder Von der Leichtigkeit des Gedenkens. In: Geschichte im Westen. Zeitschrift fĂŒr Landes- und Zeitgeschichte. 21, 2006, ISSN 0930-3286, S. 173–181 (brauweiler-kreis.de [PDF; 3,5 MB]).
‱ Anna Warda: Ein Kunstdenkmal wirft Fragen auf. Die „Stolpersteine“ zwischen Anerkennung und Kritik. In: Zeitgeschichte-online, 21. MĂ€rz 2017.
‱ Hans Hesse: Stolpersteine: Idee. KĂŒnstler. Geschichte. Wirkung. Klartext Verlag, Essen 2017, ISBN 978-3-8375-1547-3.
‱ Julia Gilowsky / Horst-Alfred Heinrich: Stolpersteine. Eine empirische AnnĂ€herung an die alltĂ€gliche Rezeption. In: Jahrbuch fĂŒr Politik und Geschichte. Band 7. 2016–2019, ISSN 2191-2289, S. 121–140.

Weblinks

Commons

: Stolpersteine

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Stolperstein

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wiktionary: Stolperschwelle

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Gunter Demnigs Webseite zum Stolperstein-Projekt
‱ Gunter Demnig berichtet ĂŒber seinen Werdegang und die Entstehung des Projektes Stolpersteine.
‱ Akustische Stolpersteine incl. Links zur App und interaktiver Karte (BW und RLP). In: swr.de. SWR2, archiviert vom Original am 21. November 2018; abgerufen am 9. Januar 2020 (mehrere Mementos).
‱ OpenStreetMap-Karte mit Stolpersteinen.
‱ Jens Rosbach: Stolpersteine. Steine des Anstoßes. In: Deutschlandfunk Kultur. 17. August 2015.
‱ Hans Hesse: 20 Jahre Stolpersteine: Ein wegweisendes Projekt – Am 3. Mai 1996 verlegte Gunter Demnig in Kreuzberg die offiziell ersten Stolpersteine. TatsĂ€chlich ist das Konzept noch Ă€lter. Eine Spurensuche. In: TAZ. 3. Mai 2016.
‱ Stolpersteine en Allemagne, Gunter Demnig (französisch)
‱ Wie organisiere ich eine Stolpersteinverlegung? In: aktionsbuendnis-brandenburg.de. AktionsbĂŒndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, 28. November 2011, archiviert vom Original am 8. Mai 2017; abgerufen am 9. Januar 2020 (u. a. Kosten fĂŒr einen Stolperstein).
‱ Vinzenz Jobst: 39 Stolpersteine – Impulse lokaler Erinnerungsarbeit – Stolpersteine Klagenfurt. (PDF; 1,7 MB) In: memorial.at, Vinzenz Jobst, 24. Juli 2020, geĂ€ndert am 9. August 2020
‱ ARTE Karambolage: Die Geschichte der Stolpersteine. auf YouTube (vom 8. Oktober 2019; anmeldepflichtig).
‱ Martina Meißner: 16. Dezember 1992: Der erste Stolperstein wird in Köln verlegt. In: ZeitZeichen. WDR (Westdeutscher Rundfunk), 16. Dezember 2022
‱ Peter Jungblut: Mahnmale fĂŒr NS-Opfer. 100.000 Stolpersteine. In: Tagesschau, 26. Mai 2023
‱ gesprochenes-mahnmal.de

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Schritte zum Verlegen von Stolpersteinen. (Memento vom 23. November 2015 im Internet Archive) (PDF; 2,5 MB) In: stolpersteine.eu, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-22. ↑ In NĂŒrnberg liegt jetzt Europas 100.000 Stolperstein. In: NĂŒrnberger Nachrichten. 26. Mai 2023, abgerufen am 26. Mai 2023.
cite-note-33. ↑ Suzanne Cords: Stolpersteine: Eine App fĂŒhrt zu den Opfern. Deutsche Welle, 9. November 2022, abgerufen am 19. November 2022.
cite-note-faz-12788525-44. ↑ Andreas Nefzger: Der Spurenleger. In: FAZ.net. 7. Februar 2014, abgerufen am 16. Dezember 2014.
cite-note-freitag-2020-01-23-55. ↑ Nikola Endlich: Die Worte sollen hart und kurz sein. PortrĂ€t. Michael Friedrichs-Friedlaender verarbeitet beim Anfertigen der Stolpersteine auch seine eigene Familiengeschichte. In: Der Freitag. Nr. 4. Berlin 23. Januar 2020, S. 26 (freitag.de [abgerufen am 1. Februar 2020]).
cite-note-66. ↑ Auskunft zur Marke Stolpersteine im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA).
cite-note-77. ↑ Auskunft zur Unionsmarkennummer 011340941 fĂŒr Stolpersteine im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)
cite-note-88. ↑ NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Hrsg.): Stolpersteine. Gunter Demnig und sein Projekt. Emons, Köln 2007, ISBN 978-3-89705-546-9.
cite-note-auslandsdienst-99. ↑ „Stolpersteine“ zur mahnenden Erinnerung. (Memento vom 24. Oktober 2013 im Internet Archive) Pressemitteilung der Zeugen Jehovas. In: auslandsdienst.at. Österreichischer Auslandsdienst. 19. Juli 1997.
cite-note-1010. ↑ Friedrich Amerhauser. In: Salzburgwiki, 25. Mai 2024, abgerufen am 29. MĂ€rz 2025.
cite-note-1111. ↑ Obermayer German Jewish History Award. (Memento vom 24. Oktober 2013 im Internet Archive) Pressemitteilung zur Preisverleihung 2005 (deutsch).
cite-note-1212. ↑ Obermayer German Jewish History Award. Gunter Demnig. Cologne, Northrhine–Westfalia. In: widenthecircle.org. Abgerufen am 16. Januar 2023 (englisch).
cite-note-arte-1313. ↑ „Mit Kopf und Herz stolpern“. Stolpersteine gegen das Vergessen. (Memento vom 12. Mai 2009 im Internet Archive) Das Interview fĂŒhrte Angelika Schindler, Januar 2008. In: arte.tv. 1. Juli 2008, letzte Änderung: 5. September 2008, abgerufen am 29. MĂ€rz 2025.
cite-note-1414. ↑ PokĂ©mon-JĂ€ger unerwĂŒnscht! (Memento vom 15. September 2016 im Internet Archive) In: wdr online, 18. Juli 2016, abgerufen am 7. August 2016.
cite-note-stiftung-faq-1515. ↑ Webseite des KĂŒnstlers: FAQ. (PDF; 153 kB) In: stolpersteine.eu, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-1616. ↑ 10 Jahre Marion Dönhoff Preis: Auszeichnungen gehen an Karl Schwarzenberg und das Projekt Stolpersteine. (Memento vom 20. September 2013 im Internet Archive) Mitteilung des Zeitverlags, 1. Oktober 2012.
cite-note-1717. ↑ Erich-KĂ€stner-Preis 2012 fĂŒr Gunter Demnig. (Memento vom 24. Oktober 2013 im Internet Archive) In: Mitteldeutscher Rundfunk. 25. November 2012.
cite-note-1818. ↑ Stolpersteine keine Kunst. In: Rhein-Sieg-Rundschau. 24. Februar 2011, S. 46.
cite-note-1919. ↑ monitor vom 16. Juni 2011: Keine Kunst: „Stolpersteine“ sind fĂŒr das Finanzamt nur „Hinweisschilder“. (Memento vom 27. Januar 2012 im Internet Archive; PDF; 65 kB) In: wdr.de.
cite-note-demnigaktuell-2020. ↑ Webseite des KĂŒnstlers: Aktuell.
cite-note-2121. ↑ Michael Friedrichs-FriedlĂ€nder aus Berlin: Stolperstein-Macher: „Ich drĂŒcke oft ein paar TrĂ€nen weg“. In: Der Tagesspiegel. 7. Juni 2018, abgerufen am 16. Januar 2023.
cite-note-2222. ↑ Thorsten Schmitz: Ausgebucht. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 23. April 2014, S. 3.
cite-note-taz-79125-2323. ↑ Susanne Gannott: Der Stolperstein-Hersteller: Verbunden mit den Schicksalen. In: Die Tageszeitung. 30. September 2011, abgerufen am 16. Dezember 2014.
cite-note-2424. ↑ Steffi Bey: Emotionen auf der Messingplatte. In: Neues Deutschland. 27. Januar 2011, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-2525. ↑ Stolpersteine gegen das Vergessen, goethe.de, abgerufen am 8. Dezember 2025
cite-note-261. Stefan Palm: Weitere „Stolpersteine“ in Köln. Erinnerung an Zwangsarbeiter, jĂŒdische Familie, Roma und Sinti. Stadt Köln – Amt fĂŒr Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 15. MĂ€rz 2013, archiviert vom Original am 24. MĂ€rz 2013; abgerufen am 24. MĂ€rz 2013.
cite-note-2727. ↑ Vgl. die Hauptquelle der Wohnanschriften der 55.696 Shoah-Opfer im Gedenkbuch Berlins der jĂŒdischen Opfer des Nationalsozialismus: Ihre Namen mögen nie vergessen werden! Freie UniversitĂ€t Berlin, Hentrich, 1995, S. 1409: „Dokumentiert werden in diesem Band: eine Berliner Anschrift, sofern vorhanden, wurde die Anschrift der VolkszĂ€hlung von 1939 angegeben und nicht die Anschrift unmittelbar vor der Deportation.“
cite-note-2828. ↑ Siehe dazu die im Internet veröffentlichte Version der ErgĂ€nzungskarten der VolkszĂ€hlung vom 17. Mai 1939 bei Tracing the Past. In: tracingthepast.org, zuletzt abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-2929. ↑ Rainer Hörmann: Steine des Innehaltens. In: evangelisch.de, 21. November 2016, abgerufen am 13. MĂ€rz 2017.
cite-note-3030. ↑ Gunter Demnig verlegt wieder Stolpersteine in Riedstadt. (Memento vom 27. November 2020 im Internet Archive) In: Echo-Online – Kreis Groß-Gerau, 31. Januar 2017.
cite-note-start-2017-03-13-3131. ↑ Start. (Memento vom 23. Dezember 2016 im Internet Archive) In: stolpersteine.eu, abgerufen am 13. MĂ€rz 2017.
cite-note-3232. ↑ dpa/lby: Penzberger Mordnacht: 90.000ster Stolperstein verlegt. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 27. April 2022, abgerufen am 24. Mai 2022.
cite-note-3333. ↑ In NĂŒrnberg liegt jetzt Europas 100.000 Stolperstein. In: faz.net. 26. Mai 2023, abgerufen am 26. Mai 2023.
cite-note-3434. ↑ Kathrin Albrecht: Schicksale statt Zahlen. In: Kirchenzeitung fĂŒr das Bistum Aachen. 19. Juni 2024, abgerufen am 21. Juni 2024.
cite-note-3535. ↑ NavĂ s, first municipality in the Spanish state to commemorate Nazi victims with Stolperstein plaques. (Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) (deutsch: NavĂ s, die erste Gemeinde in Spanien, die die Naziopfer mit Stolpersteinen ehrt).
cite-note-3636. ↑ Chronik der Stolpersteinverlegungen: Juni 2019. In: stolpersteine.eu. Abgerufen am 19. Juni 2019.
cite-note-3737. ↑ Jochen Zenthöfer: Debatte in Luxemburg: Wer verdient den Stolperstein? In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 13. September 2021]).
cite-note-3838. ↑ Clemens Schuhmann: Außenpolitik. Linzer Nein zu den „Stolpersteinen“ ist fĂŒr Israels Botschafterin unbegreiflich. In: nachrichten.at, Oberösterreichische Nachrichten, 6. Juli 2018, abgerufen am 6. August 2020.
cite-note-3939. ↑ Stele mit Namen und Klingelknopf. In: orf.at, 22. November 2019, abgerufen am 22. November 2019.
cite-note-4040. ↑ Otto Harrer: Die Wiener Vereine „Steine der Erinnerung“ und „Steine des Gedenkens“ und deren Umgang mit Erinnerungskultur. Institut fĂŒr Zeitgeschichte der UniversitĂ€t Wien, 2023, abgerufen am 29. MĂ€rz 2025.
cite-note-4141. ↑ Sandra Sattlecker: Steine des Anstoßes oder normiertes Ritual. Zur Rolle des Stolperstein-Projekts in den Erinnerungskonflikten der Gegenwart. Tagung der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin im Zentrum fĂŒr Zeithistorische Forschung Potsdam, Februar 2019. In: H-Soz-Kult. 5. September 2019, abgerufen am 13. Juni 2020 (Tagungsbericht).
cite-note-4242. ↑ Locations in Amsterdam. In: stolpersteine.app, abgerufen am 26. MĂ€rz 2023.
cite-note-4343. ↑ Stichting Stolpersteine Amsterdam: Welcome to Stichting Stolpersteine. In: stichting-stolpersteine.nl, abgerufen am 13. Juni 2020.
cite-note-olomden-4444. ↑ Z olomouckĂ© ĆĄkoly odjĂ­ĆŸděli lidĂ© na smrt. Teď je v chodnĂ­ku Stolperschwelle. Bericht in OlomouckĂœ denĂ­k vom 15. November 2017, online auf: olomoucky.denik.cz.
cite-note-4545. ↑ In #Turin (Italien) wurde heute der europaweit 50.000ste #Stolperstein verlegt! Er erinnert an Eleonora Levi. #Demnig @_Stolpersteine_ am 11. Januar 2015 auf Twitter.
cite-note-4646. ↑ Ugo Salvini: Pietre d’inciampo in arrivo sul Carso da Contovello fino a Medeazza. In: Il Piccolo. 24. Januar 2023, abgerufen am 29. MĂ€rz 2025 (italienisch).
cite-note-4747. ↑ Audrey Andersen: ‘Stumbling stones’ connect Norway’s living with Auschwitz’s dead. In: The Irish Times. 23. Februar 2017, abgerufen am 5. August 2020.
cite-note-4848. ↑ Jþdisk Museum i Oslo: WELCOME TO SNUBLESTEIN.NO. In: snublestein.no, abgerufen am 5. August 2020.
cite-note-4949. ↑ Flekkefjord kommune: Snublesteiner i Flekkefjord. In: kommune.no, abgerufen am 5. November 2021
cite-note-5050. ↑ Madrid recordará a deportados a campos nazis con adoquines. In: El Periódico. 26. Dezember 2018, abgerufen am 9. Januar 2020 (spanisch).
cite-note-5151. ↑ Redaktion: Stolpersteine in Thessaloniki. 19. Oktober 2016, abgerufen am 7. Oktober 2025 (deutsch).
cite-note-5252. ↑ ΠέΜτΔ αÎșόΌα ΛίξοÎč ÎœÎœÎźÎŒÎ·Ï‚ στη Î˜Î”ÏƒÏƒÎ±Î»ÎżÎœÎŻÎșη! | Heinrich-Böll-Stiftung Î˜Î”ÏƒÏƒÎ±Î»ÎżÎœÎŻÎșη. Abgerufen am 7. Oktober 2025 (griechisch).
cite-note-5353. ↑ ΛίξοÎč ÎŒÎœÎźÎŒÎ·Ï‚ στη Î˜Î”ÏƒÏƒÎ±Î»ÎżÎœÎŻÎșη – DW – 06/06/2019. Abgerufen am 7. Oktober 2025 (griechisch).
cite-note-5454. ↑ | Politik/Wirtschaft: Stolpersteine in Thessaloniki und Veria. In: Griechenland Aktuell. 11. Juni 2019, abgerufen am 7. Oktober 2025.
cite-note-5555. ↑ ÎšÎżÏÎčÎœÎžÎŻÎ±: "ΛίξοÎč ÎœÎœÎźÎŒÎ·Ï‚" Î”ÎœÎŹÎœÏ„Îčα στη λΟΞη Ï„ÎżÏ… Ï‡ÏÏŒÎœÎżÏ… ÏƒÏ„Îż ÎšÏÏ…ÎżÎœÎ­ÏÎč. In: https://www.anagnostis.org/. 25. Juli 2022, abgerufen am 7. Oktober 2025 (griechisch).
cite-note-dn-snubbels-5656. ↑ Snubbelstenar pĂ„ vĂ€g till Stockholm. In: dn.se. 20. Februar 2017, abgerufen am 26. MĂ€rz 2017 (schwedisch, Artikelanfang frei abrufbar).
cite-note-5757. ↑ Stockholms stad: NedlĂ€ggning av snubbelstenar i Stockholm till minne av förintelsens offer. Svar pĂ„ skrivelse frĂ„n Forum för levande historia m.fl. 16. November 2018.
cite-note-5858. ↑ VEREIN | Stolpersteine Schweiz. Abgerufen am 18. Juni 2023.
cite-note-5959. ↑ Opfer. In: Stolpersteine Schweiz. Abgerufen am 15. Januar 2026.
cite-note-6060. ↑ London Stolperstein stone: First UK plaque for Holocaust victim unveiled. In: BBC News. 30. Mai 2022 (bbc.com [abgerufen am 23. Oktober 2023]).
cite-note-6161. ↑ ‘Stumbling stones’ in memory of Irish Holocaust victims unveiled. In: rte.ie, 1. Juni 2022, abgerufen am 1. Juni 2022.
cite-note-6262. ↑ Gunter Demnig: Chronik der Stolpersteinverlegungen. In: stolpersteine.eu. 2022, abgerufen am 19. November 2022.
cite-note-6363. ↑ Avant la pose des Stolpersteine ce lundi, une confĂ©rence sur le devoir de mĂ©moire. In: DerniĂšres Nouvelles d’Alsace. 11. Juni 2022, abgerufen am 19. November 2022 (französisch).
cite-note-6464. ↑ Chronik. In: stolpersteine.eu. Gunter Demnig, abgerufen am 19. Dezember 2020.
cite-note-6565. ↑ Stolpersteine. In: chemnitz.de. Stadt Chemnitz, abgerufen am 19. Dezember 2020.
cite-note-6666. ↑ Stolpersteine in Berlin. In: stolpersteine-berlin.de. Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin, abgerufen am 19. Dezember 2020.
cite-note-6767. ↑ Stolpersteine Guide. In: stolpersteine-guide.de. Abgerufen am 19. Dezember 2020.
cite-note-6868. ↑ Ralf Julke: Eine neue Website aus Leipzig macht Stolpersteine per Karte erlebbar. In: Leipziger Internet Zeitung. 23. Februar 2016, abgerufen am 19. Dezember 2020.
cite-note-6969. ↑ Neue WDR-App macht Schicksale hinter Stolpersteinen in NRW erlebbar. In: heise online. 22. Januar 2022, abgerufen am 24. Januar 2022.
cite-note-7070. ↑ Stolpersteine. In: historic.place. Abgerufen am 19. Dezember 2020.
cite-note-7171. ↑ stolperstein-geschichten.de.
cite-note-7272. ↑ Hans Hesse: Stolpersteine: Idee. KĂŒnstler. Geschichte. Wirkung. Kapitel 3.3.6 „Kopfsteine“. Klartext Verlag, Essen 2017, ISBN 978-3-8375-1547-3, S. 299–301.
cite-note-7373. ↑ Stolpersteine. Stichwort „Kopfstein FĂŒr Kinderopfer Der Zwangsarbeit In Leuna“. In: Geschichtswerkstatt Merseburg. Abgerufen am 20. November 2021.
cite-note-7474. ↑ 18. Dokumentation 2020. (PDF; 7,5 MB) Initiative Stolpersteine Frankfurt, 3. MĂ€rz 2021, S. 15, abgerufen am 29. MĂ€rz 2025.
cite-note-7575. ↑ Kopfstein zum Zwangsarbeiterlager. In: Stolpersteine-Pforzheim.de. Abgerufen am 20. November 2021.
cite-note-7676. ↑ Text der Stolperschwelle:1939 – 1945 AUS DER HEIMAT VERSCHLEPPT UND IN UNTERLÜSS / INTERNIERT / MÄNNERLAGER - FRAUENLAGER - SÄUGLINGSHEIM - ARBEITS - / ERZIEHUNGSLAGER / LAGER TANNENBERG ALS AUSSENLAGER DES / KZ BERGEN-BELSEN / ZWANGSARBEIT IN DER RÜSTUNG BEI RHEINMETALL – BORSIG / UND ANDEREN WIRTSCHAFTSZWEIGEN / ZUR ARBEIT GEZWUNGEN – AUSGEBEUTET – ENTRECHTET – / UNTERERNÄHRT - MISSHANDELT / VIELE VON IHNEN VERLOREN HIER IHR LEBEN
cite-note-7777. ↑ NS-Zwangsarbeit: UnterlĂŒĂŸ hat jetzt auch einen Gedenkort. NDR-Beitrag vom 22. Februar 2022.
cite-note-7878. ↑ Zuflucht fĂŒr Nazi-FlĂŒchtlinge: Stolperstein ehrt Schule in Buenos Aires. In: n-tv.de. 31. Oktober 2017, abgerufen am 3. November 2017.
cite-note-7979. ↑ Kai Laufen: Erster Stolperstein außerhalb Europas. In: Inforadio. 1. November 2017, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 3. November 2017 (keine Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/www.inforadio.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-8080. ↑ Redaktion: Argentinien: Erster Stolperstein außerhalb Europas. 4. November 2017, abgerufen am 31. Mai 2023.
cite-note-8181. ↑ Aktuelles: Stolpersteinverlegung fĂŒr drei ehemalige Ensemblemitglieder der Grazer Oper am 18.9.2020. In: Stolpersteine-Graz.at. Verein fĂŒr Gedenkkultur in Graz, 18. September 2020, abgerufen am 19. September 2020.
cite-note-8282. ↑ JĂždisk Museum Oslo: Snublesteiner som skal erstattes 2021. Liste der im Jahr 2021 ersetzten, weil beschĂ€digten Stolpersteine in Norwegen, abgerufen am 25. August 2021.
cite-note-8383. ↑ Landesjugendwerk der AWO Berlin: Wir sĂ€ubern „Stolpersteine“: Internationalen [sic!] Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. (Memento vom 19. Januar 2016 im Internet Archive) In: landesjugendwerk-berlin.de, 27. Januar 2015.
cite-note-8484. ↑ Angelika Lukesch: 178 Stolpersteine in der Stadt gereinigt. Am Tag der Opfer des Nationalsozialismus putzten Mitglieder der Jungen Union alle 178 Stolpersteine in der Stadt [Regensburg]. In: Mittelbayerische Zeitung. 28. Januar 2016, abgerufen am 22. April 2016.
cite-note-8585. ↑ Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“. (Memento vom 13. April 2018 im Internet Archive) In: 9ternovember.de, Initiativgruppe „Gedenkmarsch – Leipzig“, abgerufen am 19. Januar 2015.
cite-note-8686. ↑ 2011 Jugendliche reinigen Stolpersteine. In: Weserkurier. 11. April 2011, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-8787. ↑ Ulrich Lottmann: 2014 Duderstadt. Erinnerung aufgefrischt. Gymnasiasten sĂ€ubern Stolpersteine in Duderstadt. In: Göttinger Tageblatt. 14. MĂ€rz 2014, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-8888. ↑ Jugendliche putzen Stolpersteine in Bad Kissingen. In: mainpost.de, 9. November 2012, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-8989. ↑ Eisenberger SchĂŒler ĂŒbernehmen Verantwortung fĂŒr Stolpersteine. In: otz.de. 13. Mai 2015, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-9090. ↑ Jens Rosbach: Den Opfern Heimat zurĂŒck geben. In: Deutschlandradio. 12. April 2015, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-sz-677117-9191. ↑ Anne Goebel: Opfer des NS-Terrors – Neue Diskussion ĂŒber die „Stolpersteine“. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 16. Dezember 2014.
cite-note-9292. ↑ MĂŒnchner Streit um Stolpersteine – Wer gedenkt am besten? In: Die Tageszeitung. 28. Juni 2006, abgerufen am 9. Januar 2020.
cite-note-9393. ↑ Hanauer Entscheidung gegen „Stolpersteine“ bedauert. Der Vize-PrĂ€sident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, im GesprĂ€ch mit HanauOnline.
cite-note-9494. ↑ Jakob Wetzel: Gedenken, das entzweit. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 13. Oktober 2014, abgerufen am 3. Mai 2015.
cite-note-9595. ↑ Susanne Lettenbauer: Stolperstein-Verbot spaltet MĂŒnchen. In: Deutschlandradio. 12. April 2015, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-9696. ↑ Thyra Veyder-Malberg: Leipzig. Spur der Stolpersteine. In: JĂŒdische Allgemeine. 11. September 2014, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-9797. ↑ Claudia Keller: GeschĂ€ndete Mahnmale in Berlin. Erneut Stolpersteine beschmiert. In: Der Tagesspiegel, 28. Oktober 2014, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-taz-19361-9898. ↑ Philipp Gessler: MĂŒnchner Streit um Stolpersteine: Wer gedenkt am besten? In: taz.de. 28. Juni 2008, abgerufen am 16. Dezember 2014.
cite-note-9999. ↑ Helmut Reister: Initiative. „Schluss mit den Fußtritten gegen die Opfer.“ In: JĂŒdische Allgemeine. 2. Juni 2016, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-100100. ↑ Rudolf Stumberger: In MĂŒnchen darf niemand stolpern. In Neues Deutschland. 1. Dezember 2012, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-101101. ↑ Margarete Moulin: Stolpersteine in MĂŒnchen: Der Streit ums Gedenken. Eine Initiative lĂ€sst in der bayerischen Landeshauptstadt Erinnerungssteine verlegen – und das trotz eines richterlichen Verbots. In: taz.de. 8. August 2016, abgerufen am 8. August 2016.
cite-note-102102. ↑ Martin Bernstein: MĂŒnchen streitet ĂŒber Stolpersteine / Eklat bei Anhörung. SĂŒddeutsche Zeitung. 5. Dezember 2014, abgerufen am 3. Mai 2015.
cite-note-103103. ↑ Felix MĂŒller: Hitzige Debatte um Stolpersteine. In: Oberbayerisches Volksblatt. 6. Dezember 2014, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-104104. ↑ Gedenktafeln statt Stolpersteine. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 28. April 2015, abgerufen am 3. Mai 2015.
cite-note-105105. ↑ Aktion fĂŒr Stolpersteine in MĂŒnchen: 80.000 unterschreiben Petition. In: tz. 9. Juni 2015, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-faz-13725160-106106. ↑ Keine Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer. In: FAZ.NET. 29. Juli 2015, abgerufen am 29. Juli 2015 (Quelle: dpa).
cite-note-107107. ↑ az: Verwaltungsgericht weist Klage ab: Weitere Schlappe fĂŒr Stolperstein-BefĂŒrworter. In: Abendzeitung MĂŒnchen. 31. Mai 2016 (abendzeitung-muenchen.de [abgerufen am 1. Februar 2018]).
cite-note-108108. ↑ Sven Felix Kellerhoff: In MĂŒnchen wachsen Stolpersteine jetzt in die Höhe. In: Die Welt. 31. Juli 2018, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-109109. ↑ Stolpersteine fĂŒr Krefeld: Chronik. (Memento vom 5. September 2012 im Webarchiv archive.today) In: ktginfo.de, abgerufen am 22. September 2020.
cite-note-110110. ↑ Fabian Böker: Bad Homburg. Stolpersteine fĂŒr Mai 2016 geplant. In: Frankfurter Rundschau. 16. Juni 2015, abgerufen am 13. Januar 2016.
cite-note-111111. ↑ Gerda Saxler-Schmidt: Stolpersteine abgelehnt – Rheinbacher BĂŒrgermeister erntet Kritik. In: General-Anzeiger. 24. April 2013, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-112112. ↑ Marcus Bierlein: Rheinbacher Stolpersteine – Kompromiss noch möglich. In: Bonner Rundschau. 15. April 2014, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-113113. ↑ Mario Quadt: Rheinbach bekommt die ersten Stolpersteine. In: General-Anzeiger. 22. Dezember 2016, abgerufen am 30. MĂ€rz 2025.
cite-note-114114. ↑ Initiativkreis Stolpersteine fĂŒr Augsburg und Umgebung. In: stolpersteine-augsburg.de, abgerufen am 18. MĂ€rz 2015, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-115115. ↑ Stolpersteine: Einigung in Augsburg. In Augsburg haben Gegner und BefĂŒrworter der Stolpersteine nach jahrelangem Streit einen Kompromiss gefunden. In: Mittelbayerische Zeitung. 28. MĂ€rz 2016, abgerufen am 22. April 2016.
cite-note-116116. ↑ Lothar HĂ€ring: SĂŒdwest: Tuttlingen lĂ€sst Stolpersteine verlegen. In: Badische Zeitung. 24. Mai 2016, abgerufen am 24. Mai 2016.
cite-note-117117. ↑ Anja Ganter: Nach Jahrzehnten des Wartens und KĂ€mpfens: So wurden die ersten Stolpersteine in VS verlegt. In: SĂŒdkurier. 20. Oktober 2021, abgerufen am 21. Oktober 2021.
cite-note-118118. ↑ Anneliese Edlinger: Gedenktafeln statt Stolpersteine fĂŒr Linzer NS-Opfer. In: OÖNachrichten. 11. Januar 2019, abgerufen am 15. Januar 2019.
cite-note-119119. ↑ Elke Hoesmann: Gedenken mit Nazijargon. In: Weserkurier. 9. November 2014.
cite-note-taz-147981-120120. ↑ Petra Schellen: Erinnerung an NS-Opfer: Über Sprache stolpern. In: taz.de. 20. Oktober 2014, abgerufen am 15. Januar 2015.
cite-note-121121. ↑ Philipp Woldin Gravierender Vorwurf. In: Die Zeit. Nr. 47/2014, 30. November 2014.
cite-note-122122. ↑ Katrin Bischoff: Steine des Anstoßes. Holocaust-Leugner wehrt sich gegen Mahnmal fĂŒr ermordete Juden. In: Berliner Zeitung. 28. November 2008, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-123123. ↑ StadtRevue Köln 03/2004: AnstĂ¶ĂŸige Steine. (Memento vom 8. Mai 2009 im Internet Archive) In: stadtrevue.de.
cite-note-124124. ↑ Margit Warken, Rolf Plewa: Eklat bei der Verlegung der Stolpersteine in Alfter. Vor einem Haus sind Gedenkplatten nicht erwĂŒnscht. In: General-Anzeiger. 30. Oktober 2008, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-sz-1144039-125125. ↑ Roman Deininger: Erinnerung an den Nationalsozialismus – Großer Sieg fĂŒr Mini-DenkmĂ€ler. In: sueddeutsche.de. 15. September 2011, abgerufen am 16. Dezember 2014.
cite-note-126126. ↑ Dessa: Stolzesteine – Stones-of-Pride. Hommage an das Kaufhaus N. Israel, Berlin. Mit einem Essay von Holt Meyer. Hentrich und Hentrich, Berlin 2015, ISBN 978-3-95565-112-1 (deutsch/englisch; Begleitbuch zur Ausstellung: DESSA – Kaufhaus Nathan Israel 1815–1939 – Eine KĂŒnstlerin erforscht Geschichte. Mitte Museum, Berlin, 4. Oktober 2015 bis 31. MĂ€rz 2016).
cite-note-127127. ↑ Stolpersteine fĂŒr Familie ThĂ€lmann verlegt – Justizminister Maas weist Kritik von Gedeon zurĂŒck.
cite-note-128128. ↑ Jochen Zenthöfer: Debatte in Luxemburg. Wer verdient den Stolperstein? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. September 2021 (abgerufen am 14. September 2021).
cite-note-129129. ↑ Harald Schmid: Perpetuum mobile der Erinnerungskultur? Die Stolpersteine zwischen Innovation und Inflation. In: Silvija Kavčič, Thomas Schaarschmidt, Anna Warda, Irmgard ZĂŒndorf (Hrsg.): Steine des Anstoßes. Die Stolpersteine zwischen Akzeptanz, Transformation und Adaption. Metropol, Berlin 2021, ISBN 978-3-86331-551-1, S. 51–73, hier S. 73.
cite-note-tagesspiegel-5889222-130130. ↑ Angriff auf die Erinnerung. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 16. Dezember 2014.
cite-note-maegerle-131131. ↑ Anton Maegerle: Brachial gegen »Schuldkult«. In: JĂŒdische Allgemeine. 24. Januar 2013, abgerufen am 15. Juni 2015.
cite-note-132132. ↑ Till Eckert: Stolpersteine werden immer wieder herausgerissen – das zeigt, wie wichtig sie sind. In: ze.tt, 8. November 2017, abgerufen am 10. November 2017.
cite-note-133133. ↑ dapd/sara: Stolpersteine in Greifswald herausgerissen. In: welt.de, 9. November 2017, abgerufen am 10. November 2017.
cite-note-134134. ↑ Judith Langowski: Stolperstein-Erfinder bestĂŒrzt ĂŒber Diebstahl von Gedenktafeln. In: tagesspiegel.de, 8. November 2017, abgerufen am 10. November 2017.
cite-note-135135. ↑ Dirk Jacbos, Cornelia Winkler: SĂ€mtliche Stolpersteine in Zeitz gestohlen. In: tagesschau.de. ARD, 9. Oktober 2024, abgerufen am 10. Oktober 2024.
cite-note-ts-136136. ↑ SĂ€mtliche Stolpersteine in Zeitz gestohlen. tagesschau.de, 11. Oktober 2024, abgerufen am 11. Oktober 2024.
cite-note-137137. ↑ Kritik an Gedenk-Routine. In: Nordbayerischer Kurier. 10. November 2017, S. 2.
cite-note-138138. ↑ Petra Ahne: Ein Fenster in die Vergangenheit. Wer in Berlin einen Stolperstein verlegen will, muss oft jahrelang warten. In: Berliner Zeitung. 2./3./4. Oktober 2015, S. 3.
cite-note-139139. ↑ Oldenburger BĂŒrgerstiftung: Erinnerungszeichen.
cite-note-140140. ↑ Keine Stolpersteine in Limbach-Oberfrohna mehr? In: Blick – Westsachsen. 3. Oktober 2022, abgerufen am 28. Juli 2023.
cite-note-141141. ↑ Stolpersteine (2002). In: denkmal-wuppertal.de. 15. Februar 2015, abgerufen am 16. Juni 2015.
cite-note-142142. ↑ Koordinierungsstelle der Stadtverwaltung.
cite-note-143143. ↑ Initiative Stolpersteine MĂŒnchen e. V. In: stolpersteine-muenchen.de, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-144144. ↑ Siehe auch: die Liste der Stolpersteine in MĂŒnchen.
cite-note-145145. ↑ juedisches-leben.erfurt.de, abgerufen am 18. Februar 2020.
cite-note-146146. ↑ Website des Projekts „Steine der Erinnerung“. In: steinedererinnerung.net, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-147147. ↑ Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt. In: wien.gv.at, abgerufen am 14. Juni 2010, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-148148. ↑ Aussage Demnigs im Film Stolperstein, erschienen 2006.
cite-note-149149. ↑ Website des Projektes Erinnern fĂŒr die Zukunft. In: erinnern-fuer-die-zukunft.at, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-150150. ↑ Saluzzo. In: gedenkorte-europa.eu. Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945 e.V.; abgerufen am 1. Januar 1900 .
cite-note-151151. ↑ Resistenza – Widerstand in Italien: Stolperstein-Spaziergang durch Saluzzo. In: resistenza.eu, 6. Februar 2014, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-charwil-152152. ↑ Denksteine fĂŒr Mitarbeiter des BĂŒros Pfarrer GrĂŒber im Lexikon des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-153153. ↑ Amersfoort, Vught en Veendam willen niet in keurslijf Stolpersteine. In: Reformatorisch Dagblad. 2. Mai 2015, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-154154. ↑ Erinnerungszeichen fĂŒr NS-Opfer in Linz. Juryentscheid fĂŒr Andreas Strauss. (Memento vom 8. Juni 2020 im Internet Archive) Pressemitteilung. In: linz.at, abgerufen am 2. Februar 2023.
cite-note-155155. ↑ Erinnerungszeichen fĂŒr NS-Opfer in Linz. In: linz.at, abgerufen am 2. Februar 2023 („Im FrĂŒhjahr 2023 werden weitere Erinnerungszeichen in der Linzer Innenstadt errichtet.“).
cite-note-156156. ↑ Anna Fessler: FĂŒnf neue Stelen und Online-Kurzbiographien erinnern in Linz an jĂŒdische NS-Opfer. In: tips.at. 2. Juni 2023, abgerufen am 8. August 2023 (österreichisches Deutsch).
cite-note-157157. ↑ Hörstolpersteine-Projektseite Radiofabrik-Website. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. Dezember 2015; abgerufen am 22. Dezember 2015.
cite-note-158158. ↑ Hörstolpersteine. Abgerufen am 20. Juni 2014.
cite-note-159159. ↑ SWR2: Alle Menschen mit einem Hörstolperstein im Überblick. In: SWR.de. Abgerufen am 3. MĂ€rz 2015.
cite-note-160160. ↑ SWR2 Stolpersteine. Ein Stein, ein Mensch, eine Stimme. In: SWR2.de. Archiviert vom Original am 25. September 2015; abgerufen am 28. April 2014.
cite-note-161161. ↑ Gesprochenes Gedenken in: Nordbayerischer Kurier vom 26. Januar 2023, S. 7.
cite-note-162162. ↑ Eric Waha: JĂŒdisches Mahnmal: Gesprochenes Gedenken – Bayreuth. In: Nordbayerischer Kurier. 26. Januar 2023, S. 7 (kurier.de Artikelanfang frei abrufbar).
cite-note-163163. ↑ Hans-GĂŒnter Borowski, Peter Seidel: „Schmunzelsteine“ sind nicht zum Lachen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 21. Februar 2008, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-1642. Übersetzung hier
cite-note-165165. ↑ Posledny adres. Projektseite. In: poslednyadres.ru, abgerufen am 7. MĂ€rz 2020.
cite-note-166166. ↑ Kerstin Holm: Gedenktafeln fĂŒr Terroropfer verschwinden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. August 2024, abgerufen am 13. August 2024.
cite-note-167167. ↑ Aktuell. In: stolpersteine.eu. Abgerufen am 15. Dezember 2018.
cite-note-168168. ↑ Uta Franke: Biographie Gunter Demnig. In: stolpersteine.eu, abgerufen am 22. September 2020.
cite-note-169169. ↑ das Symbol: die Stolpersteine. In: Arte. 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 30. Oktober 2020; abgerufen am 29. MĂ€rz 2025 (5:54 Min.; Video nicht mehr abrufbar). das Symbol: die Stolpersteine, ARTE, 2017 auf YouTube (anmeldepflichtig; Laufzeit: 5:54 Min.).
cite-note-170170. ↑ kunst- und museumsbibliothek – dokumentationszentrum kunst | 2017 Gunter Demnig. In: museenkoeln.de. Abgerufen am 15. Januar 2018.
cite-note-171171. ↑ Das Projekt Stolpersteine. Ein KunstDenkmal als BĂŒrgerbewegung. (PDF; 3,9 MB) In: museenkoeln.de. Stadt Köln, 31. August 2017, abgerufen am 14. Januar 2018.
cite-note-172172. ↑ Konstantin Nowotny: Trettmann. Gewissen statt Klamauk. In: JĂŒdische Allgemeine. 19. September 2019, abgerufen am 6. August 2020.
cite-note-173173. ↑ Ivy Haase: „Stolpersteine“ Track gegen Rechts: Trettmann lĂ€sst minimalistisch ganz große GefĂŒhle entstehen. In: Der Stern. 23. August 2019, abgerufen am 6. August 2020.
cite-note-174174. ↑ Henry Bernhard: Musikalisches Gedenken in Jena. Der Klang der Stolpersteine. In: Deutschlandfunk. 10. November 2017, abgerufen am 8. April 2024.
cite-note-175175. ↑ Christiane Schmitt: 9. November. Das andere Gedenken. In: JĂŒdische Allgemeine. 5. November 2020, abgerufen am 8. April 2024.
cite-note-176176. ↑ Vorstellung der Sonderbriefmarke „Stolpersteine“